Streifentasche

Auf der Suche nach einem nicht so aufwendig zu nähenden Geburtstagsgeschenk bin ich über die Tasche „Meeresbrise“ aus dem neuen Lena-Special-Heft Patchwork-Taschen gestolpert und habe gleich gestern Stoff dafür besorgt. Und ja Renate – falls Du das hier liest – ich bin wieder mal bei Schwarz-Weiß-Rot gelandet 🙂

Die Streifen werden direkt, wie beim Nähen auf Papier, auf ein entsprechend großes Stück Thermolam aufgenäht. Dadurch hat die Tasche gleich eine entsprechende Stabilität. Das Innenleben habe ich ganz sparsam gehalten, lediglich ein Band mit Karabiner für den Schlüssel hat die Tasche bekommen. Oben in der Mitte gibt es noch einen Magnetknopf, so dass sie nicht ganz offen steht. Die Trageriemen habe ich etwas länger als in der Anleitung gestaltet, denn mir gefällt es immer besser, wenn man eine Tasche auch mal über die Schulter hängen kann und dann die Hände frei hat.

Die Streifenidee auf Thermolam hat mir so gut gefallen, dass ich erstmal noch aus den Resten ein, zwei oder drei MugRugs fertigen werde. Und als Tischset könnte ich mir das übrigens auch gut vorstellen.

Spendenblock

Roswitha bat gestern um Spendenblöcke für einen Quilt für eine liebe Freundin von ihr.

Schwer erkrankt kann Chemotherapie nur noch Zeit verschaffen, aber nicht mehr wirklich helfen. Um der Freundin diese nun kommende Zeit ein wenig leichter zu gestalten soll der Quilt sie wärmen, Behaglichkeit verschaffen und Trost spenden – nicht nur ihr, sondern auch ihrer Familie.

Dies nun ist mein Block für Lisbeth:

Ich hoffe nun, es ist nicht zu viel Text, aber ich fand gerade diesen schön und passend. Meine guten Wünsche und Hoffnungen begleiten nun diesen Block nach Ö.

Schön verrückt geht weiter

Stoff genug gibt die Bettwäsche aus dem schwedischen Kaufhaus ja her. Und die erste Tasche bin ich doch gleich an meine Mama losgeworden, die übrigens die Idee klasse findet, darin Geschenke zu verpacken und somit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen.

Also habe ich gestern noch eine Sonderschicht eingelegt und noch einig genäht. Somit bin ich nun bei elf Morsbags angekommen – aber noch ist vom Bettwäschestoff da ;-). Mindestens mal vier weitere Taschen wird es geben, aber nicht heute, da steht anderes an.

Übrigens habe ich hier mal zwei Taschen mit längeren Trageriemen genäht. Da waren gerade noch Streifen übrig in der Länge. Und bevor ich was abschneide und dann die Reste doch nicht verwende, sind dann lange Riemen für über die Schulter draus geworden.

Schön verrückt, oder …?

Da habe ich nicht genug Stoff für Morsbags und bringe mir doch vom Schweden um die Ecke eine günstige Bettwäsche mit. Nur um sie zu zerschneiden und einer neuen Verwendung zuzuführen.

Die anderen vier sind schon bis auf eine weg gegeben – und einen gewissen Vorrat wollte ich doch haben. Aber noch ist genug von dem schönen bunten Stoff da. Auch wenn Lisa und ich der Meinung sind, dass uns das als Bettwäsche echt zu grob wäre. Aber bei dem Preis kein Wunder.

Patchworkvormittag mit Folgen

Am vergangenen Mittwoch durfte ich den Vormittag bei Anne (ohne Blog) in Darmstadt verbringen. Angefangen über einen eMail-Kontakt in der Yahoo-Gruppe der Quiltsterne haben wir vor ca. 3 oder 4 Wochen spontan sehr lange miteinander telefoniert, waren uns sympathisch und haben uns kurzerhand zum gemeinsamen Nähen verabredet.

Am Mittwoch war es nun soweit. Sohnemann hatte ich fürs Mittagessen bei Oma eine Verabredung getroffen – da konnte er dann auch gleich noch der Oma den Rasen mähen – so dass ich zeitlich etwas unabhängiger war. Tochterkind hat eh einen langen Schultag und kommt erst gegen spät am Nachmittag heim, also auch das kein Problem. Einzig hatte ich nicht bedacht, dass ich auf dem Weg nach Darmstadt übers Frankfurter Kreuz muss, und diese zur bewußten Tageszeit immer ein wenig überlastet ist. Dank Navi wurde ich drum herum gelotst, so dass ich zwar ohne Stau, dafür aber ein wenig später als geplant angekommen bin.

In einem frisch renovierten Haus aus den 60ern hat Anne sich das komplette Dachgeschoß eingerichtet und einen geräumigen und absolut hellen Raum geschaffen, der ideal geeignet ist zum Nähen, Quilt ausbreiten und sich wohlfühlen. Überall lauter hübsch anzusehende Stehrums – wie mein Mann immer zu sagen pflegt, viele Bücher, Stofflager – und kreatives Chaos. Also ein Ort zum Wohlfühlen 🙂

Ganz in der Nähe der Nähmaschine hat sie einen Stehtisch auf dem die Schneidematte Platz gefunden hat. Tja und dieses Teil hatte es mir dann doch angetan, denn so langsam nervt mich das Chaos schon, dass ich auf unserem Eßtisch und dem Beistelltisch, auf dem eigentlich der Toaster steht, anrichte. Jahreszeitliche Deko kommt auf unserem Tisch gar nicht mehr zur Geltung, so dass ich mir im Moment auch keine Mühe drum gegeben habe. Aber das kann sich ja nun ändern, denn ich habe gleich mal im schwedischen Möbelhaus geschaut und bin fündig geworden. Gestern früh bin ich dann gleich losgezogen, habe besagten „Servierwagen“ geholt und mir gleich im Baumarkt noch einige der bewährten Plastikboxen besorgt. Und so schaut es nun neben dem alten Beistelltisch aus:

Was noch fehlt ist die passende Farbe zu den Wintergartenmöbeln und ein paar Haken, damit ich dort meine Lineale, das Maßband und die Rollschneider dran aufhängen kann. Dann kann selbst mein ordnungsliebender Gatte nicht mehr meckern – hat er übrigens bisher noch nicht, aber ich wartete ständig drauf – und ich habe den Eßtisch wieder dauerhaft frei. Die Tischplatte ist 50×60 cm groß, so dass meine große Schneidematte wirklich genau drauf passt. Und von der Höhe her ist es angenehm im Stehen zu Arbeiten. Viel bequemer als am Eßtisch, der dafür eigentlich zu niedrig ist. Ich habe das natürlich gleich gestern getestet.

Aber zurück zum Nähvormittag bei Anne. Natürlich hatte ich Christophs Quilt dabei und ebenso den Regenbogenquilt von Lisa. Sind es doch die beiden einzigen Teile, die ich zum Vorzeigen greifbar habe. Angeregt durch das Zeigen und unsere Gespräch über die Aufhängung von Lisas Quilt, habe ich dann gestern gleich noch das passende Material im Baumarkt besorgt und werde das als nächstes in Angriff nehmen. Schließlich ist der Quilt viel zu schade um nur zusammengefaltet in der Ecke zu liegen. Sobald ich das geschafft habe, gibt es natürlich ein Bild davon.

Anne hatte im Gegenzug noch ihr Schätze vom Wochenende ausgebreitet auf einer Bank drapier – etliche Stücke Japanstoff. Wo ich mich noch bescheiden zurückgehalten habe, da hat sie kräftig zugeschlagen. Und wenn sie dann so dekorativ ausgebreitet da liegen, schauen die Stoffe noch mal so schön aus, als auf dem Messestand. *Neid* eigentlich hätte ich auch mehr kaufen sollen. Aber naja, dann halt beim nächsten Mal.

Auf jeden Fall hatten wir genug Gesprächsstoff, haben gemeinsam genäht, festgestellt, dass selbst die kleinsten Stoffstückchen noch zu schade zum Wegwerfen sind und uns prächtig verstanden. Anne sammelt nun für mich die Abfallstücke der Flying Gees, die sie gerade näht, da diese immer noch die passende Größe für meine Mini-Hexas haben. Und ich werde wohl anfangen, nach einem Hinweis auf Bonny Hunters „Leaders and Enders“, meine sortierten Reststücke gleich immer zu Beginn und Ende einer Nähekette zu verarbeiten, so dass es irgendwann einmal nebenbei genug Teilchen für einen Scrap-Quilt entstanden sind.

Nach einem leckeren Mittagessen mussten wir uns leider für diesmal verabschieden, nicht ohne uns sicher zu sein, dass wir uns demnächst wieder zum Nähen treffen werden. Anne, mir hat es echt Spaß gemacht. Wieder einmal habe ich festgestellt, dass man übers Internet richtig nette Leute fürs reale Leben kennen lernen kann.

Handnähprojekt 2 – Tumbling Blocks

Irgendwie fasziniert mich die Handnäherei im Moment. Und das, obwohl ich mir eine neue Nähmaschine ausgesucht und bestellt habe.

Da mich Mathematik und Geometrie schon immer begeistern, war der Sprung zu einem Quilt mir 3D-Effekt nicht weit. Und da ich von Hand nähen wollte kamen mir die Rauten eines Tumbling Blocks gerade gelegen. Schwarz, Weiß und Rot gefallen mir immer wieder gut, Reste von Christophs Quilt sind noch vorhanden – und ein wenig zukaufen kann man ja auch 🙂

Daher nun mal ein erster Eindruck meiner Tumbling Blocks. Vorerst nur ausgelegt, denn erstmal möchte ich die einzelnen Würfel fertigen, bevor ich dann das ganze arrangiere.

Handnähprojekt 1 – Hexamania # 1

Am vergangenen Wochende habe ich auf dem Main-Quilt-Festival unter anderem die fertigen Hexamania-Quilt aus dem Onlinekurs von Machemer gesehen. Und ich fand die so klasse, dass ich mich für den gerade beginnenden Kurs gleich am Sonntag noch angemeldet habe. Auch ein farblich aufeinander abgestimmtes Stoffpaket habe ich noch bestellt und dann konnte es losgehen.

Das Muster gab es schon am Dienstag, mein Stoffpaket ist erst gestern gekommen. Klar, dass ich den ersten Block dann gleich in Angriff genommen habe. Heute Morgen beim Frühstück habe ich dann die letzten Rauten angenäht und kann nun diesen ersten Block präsentieren:

Nicht wundern, da sind noch die Heftfäden drin. Ich habe das Papier erstmal drin belassen, damit der Block beim Lagern stabiler bleibt. Und ja ich weiß, man kann / sollte eigentlich nur die Nahtzugaben heften und nicht durchs Papier. Aber mir erscheint es so haltbarer – das ist mir lieber. Und da ich auf die Rückseite von schon bedruckten Papier gedruckt habe, ist es auch nicht schlimm, wenn die Papiervorlagen nicht so ewig halten. Schmierpapier gibt es bei uns mehr als genug.

Nun bin ich auf den nächsten Block am 01.04. gespannt. Dieser auf jeden Fall gefällt mir sehr und er lies sich auch recht fix nähen.

Civil War BoW # 10 – Lincoln’s Platform

Neben einem Familienmittagessen in der Stadt und einem längst überfälligen Impftermin mit Lisa fand ich heute Nachmittag noch Zeit den 10. Block des CWQ zu nähen. Somit bin ich wieder bei, wenn man berücksichtigt, dass es den neuesten ja erst eben am Samstag gab. Den kann ich dann ganz getrost die Woche über nähen.