Aufäumen, oder?

Allgemein definiert man „Aufräumen“ mit „Etwas in Ordnung bringen“.

Da zur Zeit die Aufräumwut – wie so oft zu Jahresbeginn – um sich greift, habe ich mich dieser auch angeschlossen. Klar werde ich auch das ein oder andere Teil entsorgen, einfach weil ewig nicht mehr genutzt. Aber eine ganz andere Art des Aufräumens erwischt mich dann auch immer wieder.

Ich versuche in meinen Woll- und inzwischen auch Stoffbeständen aufzuräumen. Das mit dem Entsorgen ist dabei keine Alternative für mich, da ich zwar gerne mal Geld für etwas ausgebe, aber dann nicht bereit bin, dieses einfach zum wohlbekannten Fenster wieder hinaus zu schmeißen. Daher verstricke ich meine Sockenwollreste schon seit einiger Zeit zu einer Patchdecke, zu Frühchensocken und – mützchen, seit neuestem auch zu Monstersocken, so dass dann von so einem Knäuel vielleicht mal 2-3 Meter tatsächlich in den Abfall wandern. Und die kann ich dann verschmerzen.

Bei den Stoffen wollte ich von Anfang an – das ist ja noch nicht so lange her – erst gar keine größeren Resteberge entstehen lassen. Also fing ich gleich an die Reste wenn möglich in Stücke von 6,5 x 11,5 cm oder 6,5 x 6,5 cm zu schneiden und in einer Box zu sammeln. Mal sehen, wann diese voll ist und was dann daraus wird.

Aber dem nicht genug, es gibt ja noch andere Reststücke, die dafür nicht mehr reichen. Daher war ich ganz angetan davon, als Roswitha im Sommer zu einer Marmelade der besonderen Art aufrief. Ich begann sofort, die momentanen Reste zu verarbeiten und habe gleichzeitig von Silvia noch einige Stückchen bekommen, damit es am Ende ein wunderbar bunt gefülltes Marmeladenglas wird. Aber ganz ehrlich, das ist gut für die Kleinstreste, aber es gibt ja auch immer wieder Reststücke, die dazwischen liegen.

Daher habe ich nun ein weiters Langzeitprojekt begonnen und werde aus den Reststücken Blumensterne anfertigen. Praktischerweise werden die Einzelteile auf Papier aufgezogen und können so gut gelagert werden. Der Ordnung halber werde ich mir nun noch eine passende Plastikbox mit Unterteilungen besorgen, in der ich diese Teile sammeln kann.

Die wirklich allerletzten, minikleinen Stofffuzzelchen werde ich dann getrost dem Abfall übergeben und habe dann doch aufgeräumt, oder?

2 Gedanken zu „Aufäumen, oder?“

  1. Sag mal, durchstichst du die Schablonen auch bei den großen Teilen (Sternen)?
    Das mach ich nicht, denn da oben nicht sichtbar können die Heftfäden drinnen bleiben, damit bleibt die NZ schön liegen, das Teil ist insgesamt kompakter, schöner zu bügeln etc …
    Nur so als Tip. Ich popel dann einfach die Schablonen raus und verwende sie wieder.

    Bin schon gespannt, was aus den kleinen Hexas wird. Auch da würde ich die Heftung nicht durch die Schablone machen, weil dich sonst die NZ narrisch macht.

    LG Silvia

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