Socken 10-07

Ha, ich kanns noch. Habe ich doch tatsächlich mal wieder ein Paar Socken gestrickt. Und wegen des kalten Frühlings kann man die sogar fast noch jetzt anziehen.

Gestrickt habe ich diese aus einer Regia-Polar-Color 6-fädig, Farb-Nr. 4105 in Größe 39 für die Frau eines Trainingspartners aus meinem Ausbildungslehrgang.

Als Muster habe ich mal wieder mein so beliebtes Muschelmuster verwendet. Und ich denke, es ist eines der wenigen Muster, das auch bei dieser unruhigen Wolle noch erkennbar ist.

Geburtstagstasche

Lisa ist morgen zu einem Geburtstag einer Klassenkameradin eingeladen. Gefragt nach ihren Wünschen kam nur die Antwort „Ich hätte gerne einen Gutschein von hier, oder da, oder dort.“ Das fanden Lisa und ich beide irgendwo blöde.

Zu dem Zeitpunkt haben wir gerade in Lisas Zimmer alte Klamotten ausgemistet und dabei sind uns zwei Jeans in die Finger geraten, die zum Weitergeben nun doch nicht mehr geeignet sind, da einfach zu dünn, kaputt und überhaupt. Aber spontan kamen wir auf die Idee, für eine Tasche sind die allemal gut.

Also nicht lange rumgefackelt, sonder an den großen Tisch gegangen und mal ein wenig rumgeschnippelt. Kontrastfarbener Stoff war zum Glück da. Und selbst Perlen zum Besticken fanden sich in passender Farbe in meinen Beständen. Lisa hat dann noch einen Schlüsselanhänger aus ihren Beständen beigesteuert. Erst fein säuberlich die Befestigung aufgetrennt, damit ich dann farblich passende dran nähen konnte. Und so nach und nach reiften unsere Ideen und Gedanken dann zu einem fertigen Werk.

Der Streifen auf der Vorderseite ergab sich aus dem Rest des Trageriemens. Zum einen konnte ich damit die Naht für den Schlüsselanhänger verdecken. Zum anderen meinte Lisa, da kann man gut Buttons dran befestigen und es gibt noch mal so eine besondere Note. Morgen früh wird sie noch einen Button besorgen und dann ist unsere erste gemeinsame Tasche fertig.

Ich gebe zu, ich wäre ja morgen schon gerne dabei, wenn Laura ihre Tasche auspackt und was sie dann dazu sagt. Lisa und ich sind auf jeden Fall mit unserem Gemeinschaftsprojek zufrieden.

Frühchenquilt Nr. 6 – für Linz

Ist schon fast angekommen, nur leider habe ich doch vor dem Verschicken tatsächlich vergessen ein Foto zu machen.

Stellt Euch einfach das rosa-türkisfarbene Top mit einem türkisfarbenen Flanellrückseitenstoff und einer türkisfarbenen Einfassung vor. Gequiltet habe ich mit der Hand Kreise in die Quadrate hinein.

Und versprochen, beim nächsten Mal vergesse ich das Bild für Euch nicht.

Preemiequilt-Top in Rekordzeit

Gestern Abend kam ein Hilferuf über die Liste der Preemiequilterinnen, dass die Klinik in Linz im Moment mehr Frühchengeburten hat als Quilts zur Verfügung.

Ich habe dann gleich mal die Bestände gesichtet und noch vor dem Training angefangen mit Zuschneiden. Heute früh dann noch die einfarbigen Teile zugeschnitten und losgenäht. Und sage und schreibe in knapp zwei Stunden war das Top fertig.

Lisa wird zwar einen Schreikrampf wegen des vielen Rosa bekommen, aber ich finde es ganz witzig so. Jetzt habe ich noch sechs von den gestreiften Quadraten übrig, dann ist der Piroschka-Stoff restlos aufgebraucht.

Jetzt muss ich erstmal arbeiten, aber heute Nachmittag kann es dann weitergehen. Vlies und Rückseitenstoff – in Rosa – hab ich noch da. Lediglich welches Muster ich quilten möchte muss ich noch überlegen.

Vom Stoffstück zum fertigen Top …

… oder wie sich eine Idee weiterentwickelt.

Von Bianca bekam ich neulich als Dankeschön ein paar Stoffstücke geschenkt mit dem Hinweis „Vielleicht kannst Du ja daraus was machen“. Zugegeben, bei zweien fehlen mir noch die Ideen, aber dieser hier hatte es mir sofort angetan:

Obwohl wir hier mitten in Rhein-Main-Gebiet so mit Meer und Leuchttürmen rein gar nichts zu tun haben.

Als erstes habe ich den Stoff in kleine Teile zerschnitten – wie soll es bei Patchwork sonst anders sein. Herausgekommen sind dabei 44 Einzelstückchen mit Leuchtturm drauf.

Leuchttürme brauchen Wasser, also habe ich passenden Stoff gekauft. Eigentlich sind da so urzeitliche Farne drauf, aber die Tropfen und die Farbe erinnern mich sehr an Wasser. Zuerst wurden Quadrate draus:

und daraus dann noch Dreiecke:

Dank Silvias Spickzettel bezüglich der Größe von Dreiecken, die man aus Quadraten zuschneiden kann, war es auch kein Problem die richtige Größe zu bestimmen, denn die Leuchtturmquadrate liegen außerhalb der sonst üblichen Maße, so dass ich auch hier gesondert rechnen musste.

Auf jeden Fall ergab das dann 40 Quadrate mit Leuchtturm und Wasser:

Nur wie das halt so ist, so 100%ig gerade habe ich die Kanten nicht hinbekommen. Auch waren die Quadrate mit 8,5 cm noch recht klein. Daher habe ich sie noch mit einem weißen Rahmen ergänzt:

und letztendlich noch mit rotem Hintergrundstoff aufgefüllt. Irgendwie sind Leuttürme in meiner Vorstellung hauptsächlich rot und weiß, was ich nun mit diesen beiden letzten Schritten ja hinein gebracht habe.

Einzig was nun noch fehlt, ist der rote Flanellstoff für die Rückseite, damit daraus der nächste Frühchenquilt werden kann. Nur wegen nur eines Stoffes lohnt die Bestellung nicht. Daher überlege ich nun, ob ich aus den noch übrigen 20 Quadraten noch einen Quilt in Rot anfertigen soll, oder doch lieber in Dunkelblau. Und je nach dem brauche ich dann noch weiteren Rückseitenflanell und es lohnt sich langsam zu bestellen.

Jedoch auch dafür muss ich erst wieder Unistoff – bzw. von den falschen Unis von Makower – kaufen. Ich habe festgestellt, dass ich inzwischen schon einige Farben der Serie Spraytime habe. Ich glaube ich muss die mal getrennt sortieren, damit ich den Überblick behalte. Auch das Kona Cotton von Robert Kaufmann in der Farbe Weiß wird gerade bedenklich weniger, so dass ich nachbestellen muss, bevor es weitergehen kann. Ich muss nur mal stöbern, wo ich das am günstigen bekomme.

BOM – Block of the Month

Ich habe mich tatsächlich dazu hinreißen lassen, mich für einen Quilt zu entscheiden, für den die kostenlosen Anleitungen monatlich veröffentlicht werden.

Gestolpert bin ich über den Link von Patchcom und habe dort das April-Motiv gesehen. Nach einer Mail an Birgit bekam ich die Antwort, dass es sich um eine Anleitung von Ula Lenz handelt. PaperPiecing habe ich zwar noch nicht probiert, aber es erscheint mir logisch und die Motive des Süßwasseraquariums passen doch genau in Lisas Zimmer – wo sie doch dort auch ein richtiges Aquarium hat.

Also habe ich mir gleich mal das aktuelle Motiv bei Ula runtergeladen und mir die fehlenden vier Motive bei Birgit bestellt. Jetzt fehlt nur noch der passende Stoff. Für den Hintergrund werde ich den auf jeden Fall neu kaufen, für die einzelnen Fische muss ich mal sehen, was meine inzwischen gewachsenen Bestände so hergeben, da ja auch beim Regenbogenquilt noch Reste bleiben. Auf jeden Fall bin ich total gespannt. Ihr dürft gespannt sein, wie es wird.

Lisa

Eigentlich gehört der Beitrag nicht hier her, sondern in Lisas Blog. Da ich aber glaube, dass den nach so langer Zeit kaum noch jemand regelmäßig besucht schreibe ich heute mal hier.

Gestern hatten wir mal wieder einen der üblichen Blutkontrolltermine wegen der ITP. Dabei hat dann Lisas Arzt in der Akte zurückgeblättert und festgestellt, dass die Diagnose der Leukämie nun schon fast vier Jahre zurückliegt. Daraufhin – und unter Berücksichtigung von Lisas Entwicklung – kam er zu der Aussage: „Ich glaube das Thema hast Du wirklich entgültig überstanden“.

Erst zu Hause wurde mir so richtig bewußt, was er da eigentlich gesagt hatte. Da wir so mit der seit fast einem Jahr andauernden ITP befasst sind, hatte ich den eigentlichen Anfang allen Übels schon irgendwie verdrängt. Dass wir uns aber der magischen 5-Jahre-danach-Marke immer mehr nähern, vergisst man dabei schon mal. Klar steht im Juni noch der große Untersuchungstermin in Gießen an, aber mit jedem Jahr sehe ich dem gelassener entgegen.

Schön, dass wir nun diesen Punkt erreicht haben, ein echter Grund zum Freuen. Nur gleichzeitig fallen mir auch all die Namen der Kinder ein, die immer noch damit kämpfen bzw. die den Kampf aufgeben musst. Umso mehr ein Grund für uns das Leben zu genießen, so wie es ist.

Socken 10-06

Man glaubt es kaum, aber ich habe tatsächlich mal wieder Socken gestrickt.

Irgendwie war / ist bei mir die Luft mit Sockenstricken ein wenig raus, nachdem ich im letzten Jahr wie blöde gestrickt habe und dann auf dem Weihnachtsmarkt so gut wie keiner was gekauft hat. Aber diesmal brauchte Frau ein Paar, das zur den Jeans passt. Irgendwie sind da einige in meiner Schublade etwas dünn geworden auf der Lauffläche.

Gestrickt habe ich aus einer LanaGrossa – Meilenweit Spezial – Two in One, muss jedoch sagen, dass ich von der Qualität etwas enttäuscht bin. Die Socken fühlen sich struppiger an als andere, und auch die Passfrom ist nicht so dolle. Die Wolle scheint etwas dicker zu sein, so dass die Socken ein wenig zu weit und lang sind – aber es geht gerade noch.

Nichtsdesto trotz finde ich die Farben unheimlich klasse, so dass es noch ein Bild aus der Entstehungsphase gibt, bei dem die Farben viel besser zu erkennen sind.

Land in Sicht

Nachdem ich ja schon seit Monaten weiß, dass ich eine Projektarbeit mit Präsentation zu halten habe und meine praktische Lehrprobe vorab einer schriftlichen Ausarbeitung bedarf, habe ich das alles sehr lange Zeit sehr erfolgreich vor mir hergeschoben.

Die vergangenen zwei Wochen nun habe ich mit der Ausarbeitung der Projektarbeit verbracht und am WE, bei unserer letzten Unterrichtseinheit vor der Prüfung, meine Präsentation gehalten. Heute nun habe ich versucht das Chaos in Bezug auf die Lehrprobe schriftlich zu fixieren. Es ist noch nicht alles niedergeschrieben, aber ich sehe dann doch das Land schon am Ende des Ozeans meiner überschäumenden Ideen und Gedanken. Und ich muss Euch sagen, das tut richtig gut – nicht mehr diesen Berg vor einem zu haben. Abgabetermin hierfür ist der kommende Samstag, aber das sollte wohl zu schaffen sein.

Ich hoffe dann nur, dass die Qualität meiner Ausarbeitungen auch den Anforderungen entspricht, denn schließlich sind diese beiden schriftlichen Werke schon die halbe Note zur Trainer-C-Prüfung.

Dann heißt es „nur noch“ Theorie büffeln bis zum Termin im Juni und die praktischen Abläufe der Lehrprobe üben, die beiden anderen Teile, die in die Bewertung einfließen.