Ganz aktuell in Presse und Funk …

… wird bei uns über den ersten „Veganen Supermarkt“ in Frankfurt berichtet. Eigentlich eine Sache, die mich persönlich jetzt nicht so beschäftigt. Jedoch eines macht mich immer wieder stutzig.

Vegetarier und auch Veganer lehnen es aus persönlichen Gründen unter anderem ab Fleisch bzw. tierische Produkte zu essen. Da habe ich auch kein Problem mit, denn jeder kann das für sich selbst entscheiden. Was mir nur immer zu denken gibt ist die Tatsache, dass sich trotzdem drum bemüht wird dafür pflanzliche Ersatzstoffe zu schaffen. Sprich Fleisch, Wurst und Käse, die künstlich aus Pflanzenprodukten zusammen gefügt werden um so auszusehen wie Fleisch und auch annähernd so zu schmecken. Wenn ich das original (tierische) Fleisch doch ablehne, warum muss man sich das dann doch vorgaukeln? . Das ist in meinen Augen dann doch wieder inkonsequent. Und ist der Käse dann nicht auch eine Art Analogkäse, der in letzter Zeit doch eher negativ behaftet durch die Presse ging?

Ich gebe zu, ich habe mir da bisher eher keine Gedanken zu gemacht, aber wenn Veganer alles ablehnen, was mit Tieren zu tun hat, also auch Wolle, Leder etc., dann tun die mir echt leid. Keine warmen Wollsocken, wenn es draußen kalt ist, keinen kuscheligen Strickpulli mit all seinen isolierenden und feuchtigkeitstransportierenden Eigenschaften, sondern nur Kunstfasern. Ok, moderne Textilien gibt es in meinem Haushalt auch, aber auf natürliches möchte ich nicht verzichten.Hab ich doch im letzten Winter zum Skifahren erfolgreich den Fleecepulli gegen einen handgestricken Wollpulli ausgetauscht und endlich nicht mehr gefroren.

Und stellt euch mal vor, die vielen Polytierchen, die dafür sterben müssen *zwinker*. Nein, da bin ich echt froh, dass die Schafe geschoren werden und es die Wolle zum Verspinnen gibt.

Habe ich doch gerade diese Woche die Weste aus meinem ersten selbstversponnen Vlies aus dem Schrank geholt und endlich eine passende Tragemöglichkeit gefunden. Das möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten. Und somit bekommt dieser Beitrag doch noch die Kurve zum Blogthema:

Eine Longweste mit sehr weiten Armausschnitten, was sich im Nachhinein als unpraktisch herausgestellt hat. Mit nur einen Langarmshirt drunter sah es einfach immer komisch aus. Auch Blusen trage ich eher weniger, so dass diese Möglichkeit wegfiel. Und keine Jacke war lang genug, als dass die Weste nicht unten herausgeschaut hätte.

Da ich mir aber im Herbst diese Fleecejacke – ich weiß Polytier – gekauft habe und auch gerne trage, da sie einfach nur bequem ist, habe ich nun das passende Drunter für die graue Wollweste.

Und gerade jetzt, wo es noch einen Ticken kälter ist, wärmt diese schön über den Rücken. Und passt meiner Meinung nach besser außen drauf statt drunter. Da das Vlies relativ naturbelassen war ist auch noch reichlich Wollfett vorhanden, so dass es auch bei leichtem Schnee ganz leicht wasserabweisend wirkt.

Wie gut, dass ich die Jacke Corinna zeigen wollte und sie nun wieder in Gebrauch genommen habe *smile*.