Quilting – #wirübenfreihandquilten – Einleitung

Ein gemeinsames Projekt der FB-Gruppe #nähenistmeinyoga
unter der Leitung von Manon Lero und Claudia Buccoli

 

Wie Manon ja schon in ihrer Ankündigung schrieb, wollen wir gemeinsam mit den Mustern von Leah Day unser Freihandquilten üben und verbessern.

Wir werden nun jede Woche zwei Muster aus der Vielzahl von Leah Days Mustern aussuchen und diese gemeinsam üben. Wichtig ist mir, dass ihr euch einfach traut es zu versuchen. Beim Quilten ist es wie mit vielen Dingen … nur durch Übung wird man besser. Und ein Meister bin ich auch nicht, aber ich habe mich vor zwei Jahren getraut und übe seitdem. Das was ich weiß, gebe ich gerne an euch weiter. Und vielleicht bilden wir uns durch gemeinsames Ausprobieren, Verzweifeln, Fragen und wieder Wagen zusammen weiter. Ich freu mich drauf.

Bevor wir jedoch mit dem Quilten auf den vorbereiteten Übungsstücken beginnen … bin ich jetzt ein kleiner Spielverderber. Nehmt erst einmal Papier und einen weichen Stift zur Hand, zeichnet euch ein Quadrat von 4×4 Inch auf und schaut euch das Video zum ersten Muster an. Versucht nun das Muster erst einmal mit dem Stift auf dem Papier zu zeichnen und zu verstehen, wie es funktioniert.

Leah Day verwendet hier schon recht bald den so genannten „TravelingStitch“, den ich überaus genial finde. Damit gelangt man nämlich von einer Stelle im Quilt an eine andere, ohne dass das hinterher auffällt. Oft werden dazu die Ränder des Quilttops, die dann später im Binding verschwinden, oder eben schon vorhandenen Quiltnähte verwendet. Denn am einfachsten ist das Quilten, wenn man nicht ständig neue Fäden ansetzen muss. In unserem Übungsfall sind das die Randlinien um unsere Quiltfläche. Und wer es schön mag, der geht am Ende nach dem Quilten noch einmal mit einer Naht über diesen Rahmen drüber. Dann sieht man die Travelingstellen kaum noch.

Für euch heißt das auch mit dem Stift dieses Muster ohne Absetzen des Stiftes zu zeichnen. Wenn ihr mit dem Ergebnis zufrieden seid, dann traut euch an die Maschine. Setzt die Nadel an, holt den Faden nach oben, legt eure Hände rechts und links der Nadel flach auf euer Quilttop und fangt langsam an. Langsame Bewegungen mit den Händen heißt dann auch wenig Gas. Seit ihr geübter, könnt ihr den Stoff auch schon schneller bewegen und mehr Gas geben. Ihr werdet merken, dass eure Stichlänge von der Bewegung eurer Hände und dem Gas abhängt. Zu viel Gas und wenig Bewegung = sehr kurze dichte Stiche. Im Gegensatz dazu wenig Gas und schnelle Bewegungen = große Stiche. Aber keine Angst mit der Zeit bekommt ihr das Gefühl dafür, wann ihr mit wie viel Gas und Bewegung genau die gewünschte Stichlänge erreichen könnt.

Jetzt bleibt mir nur … uns gemeinsam viel Spaß und gutes Gelingen zu wünschen, eure Claudia.

Quilting – #wirübenfreihandquilten – Allgemeine Vorbereitungen

Ein gemeinsames Projekt der FB-Gruppe #nähenistmeinyoga
unter der Leitung von Manon Lero und Claudia Buccoli

 

Der richtige Quiltfuß

Zum Freihandquilten braucht ihr einen Quitltfuß, oder auch Stopffuß. Je nach Hersteller habe diese unterschiedliche Bezeichnungen. Allen gleich ist, dass sie einen Ring, teilweise auch unterbrochen, als Fuß und eine Feder haben.

 

Das Garn

Grundsätzlich gibt es keinen besonderen Tipp für ein sinnvolles Garn. Jede Maschine, jedes Quilttop mit den unterschiedlichen Vliesen verhält sich anders. Generell gilt die Unterscheidung in Polyestergarn und in Baumwollgarn. Polyestergarn ist dünner und haltbarer und passt sich besser dem Quiltuntergrund an. Baumwollgarn ist meist etwas dicker, so dass die Quiltnähte deutlicher zu sehen sind. Für den Anfang ist ein Garn der 50er Stärke gut geeignet.

 

Die Farbe

Da hat ihr absolut frei Wahl. Neutrale Farben wie gebrochenes Weiß, Creme, Beige oder helles Grau passen sich vielen Farben an. Oder ihr wählt ganz bewusst eine bunte Farbe die Akzente setzt.

 

Das Vlies

Auch hier gibt es kein Richtig oder Falsch, sondern es sollte zu eurem Quiltvorhaben passen. Für den Anfang sollte es eher ein dünneres Vlies sein.

 

Die Nadeln

Es sind keine besonderen Nadeln notwendig, sondern die mit denen ihr sonst auch gerne näht. Nur, nehmt am besten eine neue, spitze Nadel … und es geht viel leichter.

 

Vergrößerte Auflagefläche und Teflon-Auflage

Für viele Maschinen gibt es eine zusätzliche größere Auflagefläche. Diese erleichtert das Quilten genauso, wie eine dünne Teflonauflage, die um den Nähbereich herum aufgelegt wird. Beides sind Optionen, aber kein Muß.

 

Handschuhe

Um einen guten Griff zu haben sind Quilthandschuhe äußerst hilfreich. Es gibt im Fachhandel spezielle, aber man kann auch Feinmechanikerhandschuhe mit Latexbeschichtung an den Fingerspitzen oder Gartenhandschuhe mit Gumminoppen aus dem Baumarkt verwenden.

 

Die Maschineneinstellungen

Der Untertransport wird versenkt, die Stichlänge auf 0 eingestellt. Schließlich wollt ihr ja die Richtungen und Bewegungen vorgeben und nicht eure Maschine.

 

Der Anfang

Legt euer vorbereitetes Top unter die Nadel, macht einen Stich und holt den Unterfaden wie beim Einlegen einer neuen Spule durch das Quilttop auf die Oberseite. Nun könnt ihr beide Fäden dort festhalten, während ihr mit den ersten Quiltstichen beginnt. Die Fäden könnt ihr mit ein paar Stichen auf der Stelle sichern oder später vernähen.

 

Und dann … los geht es.

Quilting – #wirübenfreihandquilten

Manon fragte neulich nach, ob jemand Lust hat zusammen mir ihr das FreeMotionQuilting zu üben/lernen. Die Resonanz in unserer FB-Gruppe war groß … und ich konnte mich dem auch nicht erwehren.

Nun ist es so, dass ich mich in dieser Gruppe bisher am intensivsten (die letzten 2-3 Jahre) mit dem FreeMotionQuilting beschäftigt habe. Zwar auch noch weit am Anfang stehe, aber immerhin meine Bedenken überwunden habe und mich getraut habe. Und genau das versuche ich den anderen immer zu vermitteln … traut Euch, springt über Euren Schatten und versucht es einfach mal. Nur wer den ersten Schritt wagt kann sich dann mit Übung auch verbessern. Und so ist unser verrücktes Projekt entstanden #wirübenfreihandquilten.

Auf Basis der Designs von Leah Day werden Manon und ich nun jede Woche zwei Designs aussuchen, die wir uns dann gemeinsam in der Gruppe erarbeiten wollen mit dem Ziel, dass alle am Ende die Scheu vor dem Quilten verlieren und Spaß daran haben.

Manon hat den Einführungs/Vorbereitungspost schon auf ihrer Seite veröffentlicht … und nachdem mein Blog wieder lebt, werde ich meine Fortschritte hier auch entsprechend posten.