Patchwork und Quilting – Ein Babyquilt

Lisa Taglauer-Werdel fragte nach Babyquilts für eine Spendenaktion. Klar, dass ich da mitmache.

Genäht habe ich das Top am vorletzten Wochenende, da war mir nach schönen bunten Farben. Gequiltet dann an diesem Wochenende. Inzwischen ist das Binding auch dran und ich möchte euch den fertigen Quilt gerne zeigen. Ganz nach dem Motto #wirübenfreihandquilten habe ich rund um jedes Motiv versucht ein passendes Muster zu quilten. Daher gibt es nun gleich eine Bilderflut … habt Spaß damit.

 

 

 

 

 

Quilting – #wirübenfreihandquilten – Woche 4

Woche 4 – Montag 05.02.2018

Wie wir in der FB-Gruppe #nähensitmeinyoga festgestellt haben liegt nicht jedem jedes Muster. Das ist aber auch ok sein. Meine Muster sind Vorschläge, die versuchen aufeinander aufzubauen. Aber es ist wie mit Allem … der eine mag Süß, der andere mag Sauer … und so auch hier, der eine mag Spitzen und der andere Rundungen. Nehmt das Muster das euch gefällt und übt es so oft bis es funktioniert.

Ich stelle immer wieder fest, dass mir der Aufbau auf Papier, oder eben meiner Zeichentafel, irgendwann klar ist, das Muster aber doch eckig wirkt. Erst an der Maschine kommt dann der Fluß rein. Ich denke mal es liegt daran, dass ich beim Zeichnen die Hand auf der Unterlage liegen habe und meine Schwünge damit selbst ein wenig ausbremse. Mit der Maschine habe ich da mehr Bewegungsspielraum. Man muss sich nur den Platz an der Maschine schaffen. Mit unseren kleinen Übungsstücken ist das recht unproblematisch. Für größere Quilts schiebt man alles andere an den Rand und bekommt so rund um die Nadel eine ebene Auflagefläche, die man dann gut quilten kann.

Auch kam in unserer FB-Gruppe der Wunsch nach mehr Entstehungsbildern auf … und nicht nur das fertige Design. Von daher werde ich nun ein paar mehr Bilder bei der Entstehung der Muster machen. Ob als Zeichnung oder beim Quilten, das muss ich selbst noch testen.

Diese Woche habe ich zwei Muster rausgesucht, die von der Idee her gleich sind, eines hat Spitzen, das andere Rundungen. Der Aufbau und die Verteilung im Block sind jedoch gleich. Also vielleicht findet ja diese Woche jeder seinen Favoriten.

Das erstes Muster in dieser Woche ist #2 Etch n‘ Sketch

Link zum Muster: http://freemotionquilting.blogspot.de/2009/08/day-2-etch-n-sketch.html

Das zweite Muster in dieser Woche ist #23 Striated Earth

Link zum Muster: http://freemotionquilting.blogspot.de/2009/09/day-23-striated-earth.html

Da beide Muster gleich aufgebaut sind, kommt nur eine schriftliche Erklärung von meiner Seite dazu, aber eben ein paar mehr Bilder. Meine Fotostrecke habe ich während des Zeichnens aufgenommen und euch gleich beide Muster nebeneinander mit (fast) gleichen Linienführungen gezeichnet, so dass ihr die Entstehung und die unterschiedliche Wirkung direkt sehen könnt.

Begonnen habe ich oben links, nahe der Ecke und habe mich erste einmal am ersten Schwung geübt, Traveling in der Außennaht und dann ein neu angesetzter Schwung mit mehreren Wendungen bis zum unteren Ende meiner Fläche (1).

 

Dann bin ich in der unteren Außennaht nach links gegangen und habe dort den Bereich mit passenden Schwüngen ausgefüllt (2).

 

 

Traveling unten nach rechts und wieder eine Linie mit Wendungen bis zur oberen Außennaht (3).

 

 

 

Traveling nach links und den Bereich daneben ausgefüllt. Dabei habe ich noch eine weitere Wendung eingebaut (4),

 

 

bevor ich dann die beiden fehlenden Stellen (5)

 

 

 

und (6) ausgefüllt habe. Um an die Ausgangspunkte zu gelangen verwende ich immer wieder die Außennaht für die TravelingStitches.

 

 

Genau so geht es dann mit der restlichen Fläche weiter. Traveling auf der Außennaht, Linie mit Richtungswechsel bis zur nächsten Außenlinie (7),

 

 

Traveling, Auffüllen der Lücken (8)

 

 

 

und (9) … und fertig sind die Muster #2 und #23.

 

 

 

Ich hoffe, einigen sind nun der Aufbau des Musters und die Wege klar, die ich mit der Naht gehe. Ziel ist es, den Faden so wenig wie möglich abzusetzen. Hier verwenden wir die Außennaht um unsere Übungsfläche dafür. In einem Quilt könnten das z.B. die die Naht rund um die Flächen eines Blocks sein. Einfach erst im Nahtschatten die Konturen des Blocks hervorheben und dann die Flächen mit einem Quiltmuster füllen.

Und wie immer, hier geht es zu Manons Beitrag.

Quilting – #wirübenfreihandquilten – Woche 3

Woche 3 – Montag 29.01.2018

Nachdem wir die letzten beiden Wochen mit den Flammen und den spitzen, klar definierten Wendepunkten verbracht haben, wagen wir uns heute mal an Rundungen.

Unser erstes Muster in dieser Woche ist #10 Sashiko Shell

Link zum Muster: http://freemotionquilting.blogspot.co.at/2009/08/day-10-sashiko-shell.html

Auch zu diesem Muster hat Leah Day wieder zwei verschiedene Videos aufgezeichnet. Das eine, der Link von oben, 2008 im Rahmen ihrer 365-Tage-Challenge, das andere 2015 als Quiltdesign für einen Quiltalong, den sie damals organisiert hat. Dieses könnt ihr hier finden: https://www.youtube.com/watch?v=_I7C6ykzpvk

Ich finde das zweite Video besser gelungen. Hier könnt ihr sehen, dass Leah sich eine Kreidelinie gezogen hat, um die Höhe der Bögen (Shells) in der ersten Quiltreihe möglichst gleichmäßig zu gestalten. Auch den Punkt, an dem die Bögen die Grundlinie treffen hat sie sich mit dem Kreidestrich markiert. Genauso verfährt sie mit den weiteren Bogenreihen.

Auch hier gilt: Vom Startpunkt des Bogens aus – macht euch klar wohin ihr wollt und näht den Bogen in einem Schwung. Am Ende des Bogens dürft ihr dann gerne verweilen, neu die Gedanken sammeln und den nächsten Bogen nähen. Seid ihr am Rand geht es mit den schon bekannten TravellingStitches bis zum Beginn des nächsten (Halb-)Bogens und immer so weiter.

Unser zweites Muster in dieser Woche ist #7 Echo Rainbow

Link zum Muster: http://freemotionquilting.blogspot.co.at/2009/08/day-7-echo-rainbow.html

 Auf den ersten Blick erscheint dieses Muster dem Sashiko Shell sehr ähnlich, darum habe ich es auch ausgewählt. Auf den zweiten Blick sieht man, dass Leah das Muster von innen her aufbaut. Also erst den kleinen Bogen und dann immer größer werdende Echolinien drum herum, bis die gewünschte Größe erreicht ist.

Beim Zeichnen habe ich festgestellt, dass es mir einfacher fällt, das Muster von außen her aufzubauen. Also erst den größten Bogen wie bei den Sashiko Shells und dann immer kleiner werdende Echolinien nach innen. Von dort aus dann zum nächsten Außenbogen und so weiter.

Zu Anfang verwendet ihr die äußerer Randlinie für die TravellingStitches, in den folgenden Reihen wird der äußere Bogen der Regenbogenreihe darunter zum Bewegen im Muster verwendet.

Probiert es einfach für Euch aus, wie ihr am besten damit klar kommt. Ziel ist es, dass die Bögen möglichst gleich hoch sind und es die gleiche Anzahl an Echolinien gibt.

Unser drittes Muster in dieser Woche ist #6 Echo Shell

Link zum Muster: http://freemotionquilting.blogspot.co.at/2009/08/day-6-echo-shell.html

Auch dieses Muster passt zu den Sashiko Shells und dem Echo Rainbow, so dass es diese Woche drei Muster zum Üben gibt. Es sind wieder Echobögen, die hier zur Gestaltung des Musters verwendet werden und es wird der äußere Bogen der vorhandenen Echolinien zum Vorankommen im Muster verwendet. Ähnlich, wie ihr das schon bei dem Echo Rainbow geübt habt, jedoch seid ihr hier freier in der Anordnung und Gestaltung der Bögen und Echos. Es wird mit dem inneren Bogen begonnen und dann quiltet ihr so viele Echolinien, wie es für euch gerade passt, wandert zu einem neuen Ausgangspunkt und startet eine neue Shell. Und das so lange, bis die Fläche gefüllt ist.

Wie ihr sehen könnt sind bei mir manchmal nur Echowellen und keine Shells zu sehen. Aber das schadet dem Muster nicht und ich akzeptiere, dass es nicht 100% so ist wie bei Leah Day. Wichtig ist, dass es für mich ok ist.

Bei Manon könnt ihr nachlesen, wie es ihr mit diesen Mustern gegangen ist und wo es für sie Probleme gibt. Manon kennt die aktuellen Muster immer schon eine paar Tage vorher und kann üben, damit wir unsere Beiträge aufeinander abstimmen können.

 

Quilting – #wirübenfreihandquilten – Nachtrag meiner Übungsstücke

Nachdem ich seit dieser Woche wieder zu Hause bin hatte ich auch Gelegenheit meine Übungsstücke zu unserem Projekt anzufertigen. Ich habe sie der Vollständigkeite halber in den beiden Beiträgen nachgetragen, zeige sie euch aber auch gleich hier noch einmal.

Shadow Waves

Gentle Flames

Desert Sand

Fern and Stem

Quilting – #wirübenfreihandquilten – mein neues Spielzeug

Zum Üben der Muster für das FMQ habe ich mir ein neues Spielzeug gegönnt.

Kennt Ihr noch die Zaubertafeln aus unserer Kindheit? Damals noch aus Folie mit einem Metallstab dazwischen, der das „Gemälde“ wieder gelöscht hat. Bei meinen Kindern war das schon ein Kunstsoffrahmen – eigentlich weiß ich so genau gar nicht,  mit was der gefüllt war – in dem magnetisch gezeichnet wurde.

Ich hatte letztes Jahr schon mal nach so etwas geschaut, aber nur die Zaubertafeln meiner Kinder gefunden. Die vergangenen Tage nun sind mir beim Versandriesen diese LCD-Schreibtafeln begegnet und ich habe mir gleich eine bestellt, die heute geliefert wurde. Und ich muss sagen, das funktioniert gut. Zeichnen mit dem dazugehörenden Stylus, gelöscht wird auf Knopfdruck und das ganze ist mit einer Batterie ausgerüstet.

Quilting – #wirübenfreihandquilten – Woche 2

Woche 2 – Montag 22.01.2018

Und schon sind wir in der zweiten Übungswoche. Stellt sich die Frage: „Wie seid ihr mit den Mustern der letzten Woche klar gekommen? Gab es Probleme? Wo können wir noch zusätzliche Hilfestellungen geben damit wir alle Freude daran haben?“

In der FB-Gruppe #nähenistmeinyoga haben wir schon geklärt, dass die Videos von Leah manchmal ein wenig kurz sind. Ich denke mal, für Leah Day war vieles damals selbstverständlich, was wir uns gedanklich erst noch erarbeiten müssen. Umso erfreulicher, dass ich für eines der beiden heutigen Muster zwei Videos gefunden habe. Eines scheint mir das Original aus ihrer Challenge zu sein, das andere hat sie später noch einmal zu diesem Muster aufgenommen.

Nichts desto trotz gab es in unserer FB-Gruppe hilfreiche Seelen, die beim Zeichnen der Muster gefilmt haben und es jedem klar wurde, wie man das Muster beginnt und aufbaut. Ich finde es klasse, wie wir uns dort so ergänzen. So aber nun zu den Mustern, die ich diese Woche für euch ausgesucht habe.

Und wie immer gilt, übt das neue Muster erst ein paarmal mit dem Stift auf Papier, versteht, wie es funktioniert und dann ran an die Maschine.

Manon zeigt euch wieder, wie sie das übt und erzählt, wie es ihr mit den neuen Mustern geht.

 

Unser erstes Muster in dieser Woche ist #194 Desert Sand

Link zum Muster: http://freemotionquilting.blogspot.co.at/2010/06/day-194-desert-sand.html

Nachdem wir letzte Woche schon Flammen hatten, die sich von Rand zu Rand unserer Übungsfläche erstreckten, kommt nun die Neuerung, dass die Spitzen der Flammen in der Quiltfläche enden und hier ein V bilden. Der Rest sind dann Echolinien, wie bei den Gentle Flames der letzten Woche auch. 2016 hat Leah Day noch einmal ein neues Video zum Desert Sand aufgenommen, das ihr hier sehen könnt: https://www.youtube.com/watch?v=0pdF2PsUx2w

Die Basislinie darf schon schöne Kurven und Wellen enthalten, dadurch wird das Muster interessanter. Überlegt wieder am Anfang der Linie „wie soll sie verlaufen“ und „wo soll sie enden“ und dann einfach los. Schaltete die Gedanken und das bewusste Lenken aus und lasst der Linie ihren Lauf. Und falls ihr auf die Idee kommt auf dem Stoff vorzuzeichnen, versucht es bitte ohne. Es ist viel schwerer einer vorgezeichneten Linie zu folgen, als von Start bis Ende eine freie Linie zu quilten. Und wie ihr in den beiden Videos seht, der Abstand der Echolinien zueinander ist (fast) egal.

Unser zweites Muster in dieser Woche ist #8 Fern and Stem

Link zum Muster: http://freemotionquilting.blogspot.co.at/2009/08/day-8-fern-stem.html

Begonnen wird mit einer leicht geschwungenen Linie diagonal durch die Quiltfläche und einer parallelen Linie wieder zurück. Dieser Stengel des Farns ist nun unsere Quiltlinie für die TravellingStitches. Am besten ihr dreht euer Übungsstück so, dass der Stengel horizontal vor euch liegt und ihr nun jedes neue Farnblatt nach oben oder nach unten quiltet. Je nachdem, was euch mehr liegt. Aber dann lasst es so und arbeitet euch von einer Seite zur anderen. Dabei ist es eurer Gesaltung überlassen, ob die Blätter relativ gerade und gleichmäßig in den Abständen oder Formen sind, oder ob ihr an den Spitzen schon leichte Kurven, die auch mal nach rechts oder links abknicken einbaut. Habt ihr eine Seite fertig wandert ihr in der Randnaht entlang zur anderen Seite des Stengels, dreht euer Übungsstück und quiltet den zweiten Teil.

Viel Spaß damit wünscht euch, Claudia   … und ab nächster Woche bin ich wieder bei meiner Nähmaschine und es gibt auch Bilder von mir zu den Mustern

Quilting – #wirübenfreihandquilten – Woche 1

Woche 1 – Montag 15.01.2018

Jetzt geht es los und ihr fragt Euch, wie es wird? Macht euch nichts draus, das fragen Manon und ich uns auch. Ich schreibe euch einfach mal, wie wir das ganze geplant haben … und dann sehen wir mal, wie es sich entwickelt.

Ich suche die Muster aus, Manon versucht sich schon im Vorfeld daran, wir erkennen, wo es eventuell noch Schwierigkeiten gibt und können gleich noch was dazu ergänzen. Manon wird dann auch gleich noch ein paar Bilder dazu machen, so dass ihr den Entstehungsprozess bei ihr verfolgen könnt.

 

Unser erstes Muster ist #1 Shadow Waves

Link zum Muster: http://freemotionquilting.blogspot.co.at/2009/08/day-1-shadow-waves.html

Es ist ein Muster mit leichten Wellen. Beginnt am Rand eurer Quiltfläche und näht in einem leichten Schwung bis zur anderen Begrenzungslinie. Nutzt die Begrenzung für den TravelingStitch und beginnt die neue Linie ca. 3/8 inch daneben. Dabei versucht am anderen Ende die Linien näher, ca. 1/8 inch, zusammen zu führen. Wie ihr im Video sehen könnt benutz Leah die Randlinien um bis zu den ungefüllten Bereichen am Rand zu kommen um diese dann gemäß dem Muster auch auszufüllen.

 

Unser zweites Muster ist #3 Gentle Flames

Link zum Muster: http://freemotionquilting.blogspot.co.at/2009/08/day-3-gentle-flames.html

Auch hier besteht das Muster aus leichten Wellenlinien, die mehr oder weniger parallel zueinander verlaufen. Die Steigerung ist nun, dass es einen Wendepunkt in der Quiltfläche gibt. Für den Anfang ist es einfacher an diesem Wendepunkt tatsächlich zu stoppen, kurz durchzuatmen und dann erst in die neue Richtung zu beginnen. An den Rändern wird immer wieder in der Randlinie entlang bis zum nächsten Ausgangspunkt gewandert.

Quiltet erst die V-förmigen Flammen, die von oben beginnen, dann könnt ihr euer Quilttop wenden und die freien Flächen wieder von oben beginnend quilten. Bei den Flächen, die am Rand übrig bleiben denkt daran, dass es nur halbe V-förmige Flammen sind und quiltet diese entsprechend, wenn ihr mit eurer Quiltnaht dort seid.

Inzwischen habe ich meine beiden Quiltübungen nachgearbeitet und hier eingefügt. Gleichzeitig könnt ihr bei Manon schauen, wie sie das Ganze umsetzt. Hier ist der Link zu Manons Bildern.

Generell ist zum Quilting noch zu schreiben, dass wir versuchen möglichst mit nur einer Naht alles zu quilten, so dass nicht am Ende eines großen Quilts tausende von Fäden zu vernähen sind.

Quilting – #wirübenfreihandquilten – Einleitung

Ein gemeinsames Projekt der FB-Gruppe #nähenistmeinyoga
unter der Leitung von Manon Lero und Claudia Buccoli

 

Wie Manon ja schon in ihrer Ankündigung schrieb, wollen wir gemeinsam mit den Mustern von Leah Day unser Freihandquilten üben und verbessern.

Wir werden nun jede Woche zwei Muster aus der Vielzahl von Leah Days Mustern aussuchen und diese gemeinsam üben. Wichtig ist mir, dass ihr euch einfach traut es zu versuchen. Beim Quilten ist es wie mit vielen Dingen … nur durch Übung wird man besser. Und ein Meister bin ich auch nicht, aber ich habe mich vor zwei Jahren getraut und übe seitdem. Das was ich weiß, gebe ich gerne an euch weiter. Und vielleicht bilden wir uns durch gemeinsames Ausprobieren, Verzweifeln, Fragen und wieder Wagen zusammen weiter. Ich freu mich drauf.

Bevor wir jedoch mit dem Quilten auf den vorbereiteten Übungsstücken beginnen … bin ich jetzt ein kleiner Spielverderber. Nehmt erst einmal Papier und einen weichen Stift zur Hand, zeichnet euch ein Quadrat von 4×4 Inch auf und schaut euch das Video zum ersten Muster an. Versucht nun das Muster erst einmal mit dem Stift auf dem Papier zu zeichnen und zu verstehen, wie es funktioniert.

Leah Day verwendet hier schon recht bald den so genannten „TravelingStitch“, den ich überaus genial finde. Damit gelangt man nämlich von einer Stelle im Quilt an eine andere, ohne dass das hinterher auffällt. Oft werden dazu die Ränder des Quilttops, die dann später im Binding verschwinden, oder eben schon vorhandenen Quiltnähte verwendet. Denn am einfachsten ist das Quilten, wenn man nicht ständig neue Fäden ansetzen muss. In unserem Übungsfall sind das die Randlinien um unsere Quiltfläche. Und wer es schön mag, der geht am Ende nach dem Quilten noch einmal mit einer Naht über diesen Rahmen drüber. Dann sieht man die Travelingstellen kaum noch.

Für euch heißt das auch mit dem Stift dieses Muster ohne Absetzen des Stiftes zu zeichnen. Wenn ihr mit dem Ergebnis zufrieden seid, dann traut euch an die Maschine. Setzt die Nadel an, holt den Faden nach oben, legt eure Hände rechts und links der Nadel flach auf euer Quilttop und fangt langsam an. Langsame Bewegungen mit den Händen heißt dann auch wenig Gas. Seit ihr geübter, könnt ihr den Stoff auch schon schneller bewegen und mehr Gas geben. Ihr werdet merken, dass eure Stichlänge von der Bewegung eurer Hände und dem Gas abhängt. Zu viel Gas und wenig Bewegung = sehr kurze dichte Stiche. Im Gegensatz dazu wenig Gas und schnelle Bewegungen = große Stiche. Aber keine Angst mit der Zeit bekommt ihr das Gefühl dafür, wann ihr mit wie viel Gas und Bewegung genau die gewünschte Stichlänge erreichen könnt.

Jetzt bleibt mir nur … uns gemeinsam viel Spaß und gutes Gelingen zu wünschen, eure Claudia.

Quilting – #wirübenfreihandquilten – Allgemeine Vorbereitungen

Ein gemeinsames Projekt der FB-Gruppe #nähenistmeinyoga
unter der Leitung von Manon Lero und Claudia Buccoli

 

Der richtige Quiltfuß

Zum Freihandquilten braucht ihr einen Quitltfuß, oder auch Stopffuß. Je nach Hersteller habe diese unterschiedliche Bezeichnungen. Allen gleich ist, dass sie einen Ring, teilweise auch unterbrochen, als Fuß und eine Feder haben.

 

Das Garn

Grundsätzlich gibt es keinen besonderen Tipp für ein sinnvolles Garn. Jede Maschine, jedes Quilttop mit den unterschiedlichen Vliesen verhält sich anders. Generell gilt die Unterscheidung in Polyestergarn und in Baumwollgarn. Polyestergarn ist dünner und haltbarer und passt sich besser dem Quiltuntergrund an. Baumwollgarn ist meist etwas dicker, so dass die Quiltnähte deutlicher zu sehen sind. Für den Anfang ist ein Garn der 50er Stärke gut geeignet.

 

Die Farbe

Da hat ihr absolut frei Wahl. Neutrale Farben wie gebrochenes Weiß, Creme, Beige oder helles Grau passen sich vielen Farben an. Oder ihr wählt ganz bewusst eine bunte Farbe die Akzente setzt.

 

Das Vlies

Auch hier gibt es kein Richtig oder Falsch, sondern es sollte zu eurem Quiltvorhaben passen. Für den Anfang sollte es eher ein dünneres Vlies sein.

 

Die Nadeln

Es sind keine besonderen Nadeln notwendig, sondern die mit denen ihr sonst auch gerne näht. Nur, nehmt am besten eine neue, spitze Nadel … und es geht viel leichter.

 

Vergrößerte Auflagefläche und Teflon-Auflage

Für viele Maschinen gibt es eine zusätzliche größere Auflagefläche. Diese erleichtert das Quilten genauso, wie eine dünne Teflonauflage, die um den Nähbereich herum aufgelegt wird. Beides sind Optionen, aber kein Muß.

 

Handschuhe

Um einen guten Griff zu haben sind Quilthandschuhe äußerst hilfreich. Es gibt im Fachhandel spezielle, aber man kann auch Feinmechanikerhandschuhe mit Latexbeschichtung an den Fingerspitzen oder Gartenhandschuhe mit Gumminoppen aus dem Baumarkt verwenden.

 

Die Maschineneinstellungen

Der Untertransport wird versenkt, die Stichlänge auf 0 eingestellt. Schließlich wollt ihr ja die Richtungen und Bewegungen vorgeben und nicht eure Maschine.

 

Der Anfang

Legt euer vorbereitetes Top unter die Nadel, macht einen Stich und holt den Unterfaden wie beim Einlegen einer neuen Spule durch das Quilttop auf die Oberseite. Nun könnt ihr beide Fäden dort festhalten, während ihr mit den ersten Quiltstichen beginnt. Die Fäden könnt ihr mit ein paar Stichen auf der Stelle sichern oder später vernähen.

 

Und dann … los geht es.

Quilting – #wirübenfreihandquilten

Manon fragte neulich nach, ob jemand Lust hat zusammen mir ihr das FreeMotionQuilting zu üben/lernen. Die Resonanz in unserer FB-Gruppe war groß … und ich konnte mich dem auch nicht erwehren.

Nun ist es so, dass ich mich in dieser Gruppe bisher am intensivsten (die letzten 2-3 Jahre) mit dem FreeMotionQuilting beschäftigt habe. Zwar auch noch weit am Anfang stehe, aber immerhin meine Bedenken überwunden habe und mich getraut habe. Und genau das versuche ich den anderen immer zu vermitteln … traut Euch, springt über Euren Schatten und versucht es einfach mal. Nur wer den ersten Schritt wagt kann sich dann mit Übung auch verbessern. Und so ist unser verrücktes Projekt entstanden #wirübenfreihandquilten.

Auf Basis der Designs von Leah Day werden Manon und ich nun jede Woche zwei Designs aussuchen, die wir uns dann gemeinsam in der Gruppe erarbeiten wollen mit dem Ziel, dass alle am Ende die Scheu vor dem Quilten verlieren und Spaß daran haben.

Manon hat den Einführungs/Vorbereitungspost schon auf ihrer Seite veröffentlicht … und nachdem mein Blog wieder lebt, werde ich meine Fortschritte hier auch entsprechend posten.