Wir verschenken etwas Selbstgemachts

So klang das gestern früh. In der Übersetzung heißt das dann, Mama macht etwas selbst, Tochter verschenkt das ganze dann selbst. Man nennt das wohl auch Arbeitsteilung.

Na, auf jeden Fall habe ich gestern Früh im Internet gestöbert, in verschiedenen Heften geblättert und dann doch alles dem Zufall überlassen.

Die Farben waren mir klar: die Reste der schwarz verwaschenen Jeans der Kinder – ja, die hat tatsächlich ihr Geld verdient, denn beide haben sie getragen, bevor ich sie aussortiert haben – sowie wasserblau-türkisfarbene Reste von veschiedenen anderen Projekten. Glaubte ich mich doch dunkel daran zu erinnern, das Geburtstagskind neulich mit einer Jacke in diesen Farben gesehen zu haben. Die Größe ist so ausgelegt, dass z.B. DIN A4-Hefte dort hineinpassen.

Während des Nähens der Klappe, die eigentlich ursprünglich als Vorderseite gedacht war, kam ich dann auf den Trichter, dass die Tasche eine Klappe braucht und ich ja die Patchworkseite verdecken würde. Also ganz schlichte Rückseite aus verschiedenen Stellen der Hosenbeine geschnitten. Genau wie die Seitenteile und der Boden der Tasche. Die Vorderseite ist nun ein Teil der Seitennaht. Und die rückseiteige Hosentasche samt Klappe habe ich fein säuberlich abgetrennt und neu an dieser Stelle befestigt. Danach kam ich dann auf die Idee die Klappe mit der Schräge zu arbeiten – sonst hätte man die Tasche ja gar nicht sehen können.

Das Innenleben ist unspektakulär – einfach nur Futterstoff, aus dem auch der Trageriemen gearbeitet ist, ohne zusätzliche Taschen. Schließlich musste ich ja die Uhr auch noch im Auge behalten. Tja, und das ist nun daraus geworden:

Von vorne …

… von hinten (da hab ich übrigens mein Label dann noch angebracht) …

… und am Model.Und sofort hat Tochterkind Bedarf angemeldet und will die Tasche eigentlich nicht mehr verschenken. Aber zum Glück gibt es noch einige alte Jeans aus denen sie sich nun eine ausgesucht hat, die ich die nächste Zeit zu einer Tochtertasche verarbeiten darf. Als hätte ich das nicht schon vorher gewusst :-))

Was mir an der ganzen Aktion gut gefällt ist, das meine Tochter eben nicht einfach loszieht und irgendeinen Kram kauft, den man sowieso nicht braucht, bzw. einfach einen Gutschein aus einem Geschäft besorgt. Das sieht für mich immer so wie Tauschgeschäft aus. Da ist es mir doch lieber, dass sie auf die Hobbies ihrer Mutter zurückgreift und wir etwas Individuelles schaffen und verschenken.

6 Gedanken zu „Wir verschenken etwas Selbstgemachts“

  1. Hallo Claudia,
    die Tasche sieht klasse aus. Superidee. Wie lange hast du für die Tasche gebraucht?
    Also ich finde die Ided und die Tasche super.

    LG Brigitte aus Wesel

  2. Danke Brigitte,

    bin schon gespannt, wenn ich Tochterkind nachher abhole, was sie mir von der Übergabe berichtet.

    Ich schätze mal, dass ich tatsächlich etwa 3,5 bis 4 Stunden an der Tasche gewerkelt habe. Aber über Arbeitszeiten redet man bei Geschenken einfach nicht ;-))

    Gruß, Claudia

  3. Sehr geil..
    ich hätt noch ne Hose von Laurin, wo der Reißverschluß kaputt ist.. aber die ist zu klein oder?

    LG Corinna

  4. Hallo Claudia,

    schön ist Deine Tasche geworden, genau das richtige für Mädels.
    Du hattest eine Frage wegen dem Gurtband, ich nähe alle Taschenriemen bei denen es möglich ist mit Gurtband, das gibt es in unterschidlichen Farben und ich unterlege den Stoff damit, also die Oberseite Stoff, unten Gurtband.
    Ich kaufe mein Gurtband immer beim Stoffwerk in Fischbach. Ist vielleicht ein bisschen weit für Dich aber anrufen und fragen kannst Du alle mal die beiden sind superlieb und ich weiß das die auch verschicken. Ich bin da ganz regelmässig und schon lange in einer Nähgruppe, das nächste mal am Donnerstag, da könnte ich also auch gerne Deine Fragen stellen.

    Ach hier ist der Link zum Stoffwerk:
    http://www.stoffwerktaunus.de/

    Ganz liebe Grüße
    Marita

  5. Danke für Euer Lob Mädels,

    da macht es doch nochmal so viel Spaß etwas zu zeigen.

    Also Taschen werde ich nun definitiv noch mehr in dieser Art nähen. Noch sind 4 aussortierte Jeans vorhanden. Das hätte den tollen Nebeneffekt, dass ich die eine Ecke im Arbeitszimmer, in der ich diese Jeans immer für den Fall der Fälle deponiere, auch aufgeräumt hätte. Hat doch was, oder?

    Gruß, Claudia

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