Quiltfrust – und der Vorzug eines großen Eßtisches

Nachdem hier Ostersendepause war ist schon seit einer Woche wieder der Berufs- und Schulalltag bei uns eingekehrt. Und damit auch wieder die Zeit, mich meinen Handarbeiten zu widmen.

Ganz vorne auf meiner To-Do-Liste stehen die Gardienen für die Küchenfenster im Ferienhaus und auch die Tagesdecke fürs Gästezimmer. Von den doch größeren Scheiben und damit verbundenem längerem Häkelaufwand für die Gardienen habe ich ja schon berichtet. Ok, da muss ich durch, es dauert halt nur länger.

Dagegen die Tagesdecke mit ihren bescheidenen Maßen von 2,40 x 2,20 Metern bereitete mir die letzte Woche enormen Kummer und Verdruß. Ich hatte so zwischenzeitlich mal das Gefühl, ich pack das überhaupt nicht mit dem Quilten und pfeffere sie in die Ecke – doch die ist so groß, die passt in keine Ecke ;-). Alles war total verzogen und warf Falten, obwohl die gar nicht vorgesehen sind.

Nachdem ich auf der Quilt***-Liste meinen Frust losgeworden bin bekam ich unheimlich viele, liebe, aufmunternde Mails, sowohl über die Liste als auch privat. Nachdem ich mir sämtliche aufgetauchten Fragestellungen zu meinem Problem durchgelesen, beurteilt und beantwortet habe, bin ich dann am Samstagmorgen zu Renate gefahren und habe mir dort zwei unterschiedliche Quiltrahmen zum Testen ausgeliehen. Denn das Fazit aus allen Mails war: Versuch es mal mit einem Quiltrahmen. Und Renate hat mir angeboten erst mal zu testen, bevor ich Geld für einen ausgebe, der mir nicht liegt.

Dabei hat sie sich dann auch gleich meine Decke angeschaut und mir gezeigt, wie alleine schon mein Vlies aufgrund seiner Beschaffenheit am Hin- und Herschwimmen ist. Also, ein neues Vlies muss her. Wie gut, dass es von Renate aus fast egal ist welchen Weg ich nach Hause fahre, nur dass der eine recht nah bei Machemer in Aschaffenburg vorbeiführt, so dass ich da noch schnell eingekehrt bin. Ich habe nun eine Baumwollvlies, das so dicht – aber doch leicht ist – dass sich da nichts hin und her bewegt. Am ehesten läßt es sich wohl mit einem dünnen Moltontuch vergleichen. Und einen neuen Fingerhut habe ich mir dann auch gleich geleistet. Der alteehrwürdige meiner Oma ist mir ein wenig zu klein und außerdem hat er vorne eine runde Kuppe und keine gerade wie die Quiltfingerhüte. Da durfte es dann gleich der neue von Clover sein, der aus Gummi ist und nur eine Metallkappe hat. Ich muss sagen, den finde ich richtig angenehm.

Noch am Samstagabend habe ich die bereits gequilteten Nähte wieder aufgetrennt, und das bauschige Vlies entfernt. Heute Morgen nun, nachdem alle aus dem Haus sind, habe ich unserern Eßtisch zu voller Größe entfaltet – wie gut, dass ich mir vor ein paar Jahren solch einen großen Eßtisch gewünscht habe – und kann nun auf einer Fläche von 3,00 x 1,00 Metern den Quilt recht gut ausbreiten und mich Stück für Stück mit dem Heften befassen. Das war auch einer meiner Fehler – ich hatte nur mit Sicherheitsnadel und wohl doch in einem zu großen Abstand geheftet. Jetzt bin ich schon ganz gespannt, wenn ich denn irgendwann mit Heften fertig bin, wie es mit dem Quilten klappt.

Sobald ich soweit bin ist sicherlich der Akku meiner Kamera wieder aufgeladen und ich kann Euch dann auch mal wieder Bilder zeigen 🙂