Quilting – #wirübenfreihandquilten – Woche 10

Woche 10 – Montag 19.03.2018

Dafür, dass ich die vergangene viele andere Dinge zu tun hatte und mit meinen Quiltmustern noch nicht einmal anfangen konnte, haben Manon und ich eine echte Flut an Mustern für Euch ausgesucht.

Beim Durchblättern des Buchs von Leah Day war mir aufgefallen, dass es einige Muster der Matrix-Gruppe gibt, die sehr ähnlich sind oder auch mit anderen Mustern kombiniert werden. Außerdem ist mir aufgefallen, dass Leah inzwischen fast 500 Muster veröffentlicht hat, so dass wir den Anschluss wohl nicht so schnell schaffen werden. Also haben Manon und ich beschlossen Euch diese Woche unterschiedliche Muster vorzustellen, bzw. auch ein paar Muster zu verlinken, die wir (jetzt nicht gleich) quilten werden, die aber irgendwie zusammen gehören.

 Das Hauptmuster ist #17 Matrix

Link zum Muster: https://freemotionquilting.blogspot.de/2009/08/day-17-matrix.html

Ein Muster mit parallelen Linien, die jedoch durch das Geschwungene einen schönen optischen Effekt ergibt. Begonnen habe ich in der Mitte der oberen Kante mit einer geschwungenen Linie nach unten und von dort aus an einer Seite bis zum Ende.

Dann auf der Außenlinie wieder zur Mitte und den anderen Teil der Fläche mit ebenfalls geschwungenen Linien füllen.

Für die zweite Richtung habe ich am Rand mit den geschwungenen Linien begonnen und keinen Unterschied festgestellt.

Von daher ist es egal, wo ihr beginnt, Hauptsache es sind geschwungenen Linien in der Horizontalen und in der Vertikalen. 

 

schöne Abwandlung dazu ist #171 Matrix Rays

Link zum Muster: https://freemotionquilting.blogspot.de/2010/05/day-171-matrix-rays.html

Hier beginnt ihr mit einer geraden Linien in der Diagonalen von Ecke zu Ecke und arbeitet dann an beiden Seiten gerade, parallele Linien.

In der anderen Diagonalen beginnt ihr mit einer geschwungenen Linie, die dann auch in beide Richtungen parallel ergänzt wird.

Und schon hat die Matrix eine ganz andere Wirkung.

 

Als nächstes kommt dann Muster #360 Black Hole Matrix

Link zum Muster: https://freemotionquilting.blogspot.de/2011/12/day-360-blackhole-matrix.html

Hier sind es geschwungene Linien, die sich an einem gemeinsamen Mittelpunkt treffen und eine geschwungenen Spirale, die wiederum einen ganz anderen Matrix-Effekt erzeugen.

Falls der Platz in der Mitte mal zu eng wird könnt ihr einzelne Linien auch schon auf einer der vorherigen Linien enden lassen.

Wichtig ist, dass die letzte gequiltete Linie im Mittelpunkt endet.

Dort beginnt dann die blumig, wellige Spirale, die hier für den besonderen Effekt des Musters zuständig ist. Ich könnte mir auch vorstellen, wenn man die Spirallinien nach außen hin immer weiter in den Abständen werden lässt, dass dann der Effekt des „schwarzen Lochs“ noch verstärkt wird.

Jedoch ist das auf dem kleinen Probestück nicht möglich. Aber Leah erzählt im Video selbst, dass das Muster z.B. auch hervorragend für einen Babyquilt geeignet ist. Einen Versuch ist es sicherlich wert.

 

Das weitere Muster, dass ich Euch diese Woche vorstellen möchte ist #100 Matrix Mase

Link zum Muster: https://freemotionquilting.blogspot.de/2009/12/day-100-matrix-maze.html

Bei diesem Muster wird es erst mal verwirrend, aber wenn man stur nach dem Schema vorgeht ist es gar nicht so schwer. Auch hier verlaufen die Linien in zwei Richtungen. Und davon sollte man sich nicht abbringen lassen.

Begonnen wird wieder über die Diagonale, nur dass die Linie in einem ZickZack zur anderen Seite verläuft.

Nun einfach brav immer schön parallel die Linien im ZickZack ergänzen, das Quiltstück einmal drehen und auch über die andere Diagonal eine ZickZackLinien quilten und zu den Ecken hin ergänzen. Ich habe hier diesmal gleich die nächste Ecke – also die andere Richtung – für meine ZickZack Linie genommen, aber fand es schon sehr verwirrend.

Besser, oder weniger verwirrend ist es aber doch erst die eine Richtung und dann die andere zu quilten.

Und schon ist das Muster fertig und hat wieder einen ganz eigenen Effekt.

Ergänzend zu diesen Mustern könnt Ihr Euch noch #274 Double Matrix (Link zum Muster: https://freemotionquilting.blogspot.de/2011/04/day-274-double-matrix.html ) und #300 Edge of Reality (Link zum Muster: https://freemotionquilting.blogspot.de/2011/07/day-300-edge-of-reality.html ) anschauen bzw. üben. Beide Muster beinhalten als Effekt das Matrix-Basismuster.

 

Wenn Manon es schafft, dann hat sie für euch noch zusätzlich #229 Loose Weave ( Link zum Muster: https://freemotionquilting.blogspot.de/2010/11/day-229-loose-weave.html ) gequiltet. Hierzu passt dann wieder das Muster #339 Crazy Weave ( Link zum Muster: https://freemotionquilting.blogspot.de/2011/11/day-339-crazy-weave.html ).

Beide sind ähnlich den Matrix Mustern, aber doch ein wenig anders. Aber wir fanden, dass man sie ganz gut zusammen üben, oder sich vielleicht für eine Variante davon entscheiden kann.

Auf jeden Fall wünschen wir Euch viel Spaß damit.

Quilting – #wirübenfreihandquilten – Woche 9

Woche 9 – Montag 12.03.2018

Diese Woche wird es wieder rund, oder zumindest gibt es Rundungen. Diesmal angeregt durch ein Muster das ich unbewusst selbst gequiltet habe fand ich es so ähnlich dann auch in Leah Days Buch.

 Den Anfang machen jedoch etwas wirre Kreise  #29 Cat Hairball Filler

Link zum Muster: http://freemotionquilting.blogspot.de/2009/09/day-29-cat-hairball-filler.html

Kreise über Kreise, die irgendwie an so einen Knäul aus Katzen- oder in meinem Fall Hundehaare erinnern, die eigentlich immer irgendwo in der Wohnung rumfliegen, egal wie oft man saugt.

Das Schöne bei diesem Muster ist, ihr könnt Kreise üben, ohne dass sie akkurat sein müssen. Mal kleinere, mal größere ineinander übergehen, wie wenn man auf einem Blatt Papier mit dem Stift herumkritzelt. Ihr könnt hierbei auch einfach mal testen wie es ist, wenn ihr den Stoff mal schneller bewegt, mal mit mehr oder weniger Geschwindigkeit näht ohne dass es die Wirkung des Musters beeinflusst

Ich muss nur gestehen, ich habe total vergessen zwischendurch Bilder zu machen, da ich nebenbei mit der Tochter am Skypen war. Aber da das Muster nicht so kompliziert ist solltet Ihr das auch so hin bekommen.

 Weiter geht es gleich mit dem Muster, das ich so ähnlich auch bei meinen Miniquilt Kleeblatt verwendet habe #80 Cucumber Vine

Link zum Muster: http://freemotionquilting.blogspot.de/2009/11/day-80-cucumber-vine.html

Start ist am Rand mit einer leicht geschwungenen Linie, die zu einem C wird. Den Bogen des C geht ihr wieder zurück und beginnt einen neuen Abzweig, der ebenfalls zu einem C wird. Vom Prinzip her sind des mehr oder weniger Cs, die sich aneinanderreihen.

Auf meinen Bildern ist anhand der doppelten und der einfachen Nähte sehr gut zu sehen, wo ich einen neuen Abzweig begonnen habe.

Und wenn ihr mal am Ende eines Bereiches seid, dann geht einfach ein wenig weiter auf dem Ast zurück und setzt dann zu einem neuen Bogen an.

Wichtig ist, dass ihr langsam quiltet, damit ihr die vorherigen Quiltlinien gut trefft.

Mit dem weißen Garn auf dem roten Hintergrund sieht man natürlich jeden Stich und auch, wenn ich die Nähte mal nicht so akkurat getroffen habe.

Wenn ihr euch dagegen den Hintergrund bei meinem Miniquilt Kleeblatt anschaut, wo ich mit Weiß auf Weiß gequiltet habe, da fällt das gar nicht auf und ergibt ein sehr harmonisches Bild.

Und wie immer könnt ihr bei Manon schauen, wie es ihr damit ergangen ist.

Quilting – #wirübenfreihandquilten – Woche 8

Woche 8 – Montag 05.03.2018

Nachdem wir letzte Woche geschwungene Meeresmuster hatten, sind die Muster in dieser Woche – auf Wunsch von Manon – gradliniger aufgebaut. Und ich muss gestehen, ich hatte da so meine Probleme mit, dass gerade Linien auch gerade werden/bleiben. Nichts desto trotz habe ich jedes Muster nur einmal gequiltet und es dann auch so krumm und schief gelassen.

Diese Woche beginnen wir mit #50 Radio Static

Link zum Muster: http://freemotionquilting.blogspot.de/2009/10/day-50-radio-static.html

Gezackte Linien, wie man sie von Frequenzaufzeichnungen kennt sind hier die Vorlage und Idee für das Muster. Ob ihr den Linien nun einen Rhythmus gebt oder sie einfach irgendwie zackt, das bleibt euch und eurer Phantasie überlassen.Wichtig ist, dass ihr in den Spitzen einen kleinen Moment in der Bewegung inne harrt mit ein, zwei Stichen und dann erst die Richtung wechselt. Dann werden die Spitzen auch spitz und nicht zu irgendwelchen runden Ecken.

Ich weiß, es gibt keine runden Ecken, aber in dem Fall würde ich das schon so nennen. 

Weiter geht es gleich mit dem nächsten gradlinigen Muster #51 Greek Key

Link zum Muster: http://freemotionquilting.blogspot.de/2009/10/day-51-greek-key.html

Dieses Muster ist sehr streng und gleichmäßig in seiner Aufteilung und erzielt damit wohl auch die beste Wirkung.

Begonnen wird am linken Rand mit den ersten „Stempeln“ – oder wie ihr die Form nennen wollt. Wenn ihr unten angekommen seid müsst ihr auf der Außenlinie so weit traveln, dass zwischen dem vorhandenen Muster und dem neuen Start noch ein halbes Muster dazwischen passt. Für die Wendepunkte, die Längen der einzelnen „Stempel“ orientiert euch an der schon vorhandenen Musterreihe, damit das Muster insgesamt einigermaßen gleichmäßig wird. Wieder oben angekommen beginnt der neue Musterstreifen direkt neben dem zweiten Streifen und das Muster baut sich nach rechts hin auf. Das geht so lange weiter, bis die Fläche gefüllt ist. Und wenn man sich dann das Muster aus einiger Entfernung anschaut ist es doch eigentlich ganz ok geworden, auch wenn ich selbst aus der Nähe meine Fehler sehe.

 Und jetzt noch etwas Geradliniges, aber doch ganz anderes #330 Superstar

Link zum Muster: http://freemotionquilting.blogspot.de/2011/10/day-330-superstar.html

Ein fünfeckiger Stern mit vielen Echolinien, das ist kurz beschrieben das Muster. Diesmal wird in der Mitte begonnen und ein fünfeckiger Stern gequiltet. Seid ihr mit der letzten Seite des Sterns wieder an der Anfangsspitze angekommen geht die Quiltnaht noch ein Stückchen weiter um mit den Echolinien starten zu können.Und nun heißt es einfach immer parallel zu quilten, gerade zu bleiben und die Spitzen des Sterns schön auszuarbeiten. Sobald ihr am Rand ankommt wird die Außenlinie zum traveln genutzt. Sind beide Spitzen, die mit einer Linie verbunden sind am Rand angekommen, könnt ihr nun erste diesen Bereich mit parallelen Linien füllen. Ihr werdet merken, dass ich das im Eifer des Gefechts erst vergessen habe und meine Außenlinien daher sehr dick geworden sind.

Sobald alle Bereiche mit sich überkreuzenden Linien gefüllt sind ist der Superstar fertig.Mehr dazu gibt es auch bei Manon im Blog. Ich bin gespannt wie sie, bzw. auch ihr, mit den gradlinigen Mustern klarkommt. Meine sind es nicht so direkt.

FreeMotionQuilting hat für mich doch viel mit Improvisieren zu tun, und das ist bei den geraden Linien nicht so unbedingt angeraten.

Quilting – #wirübenfreihandquilten – Woche 7

Woche 7 – Montag 26.02.2018

Zumindest ein Muster für diese Woche habe ich angeregt durch einen Beitrag in unserer FB-Gruppe ausgesucht. Es hat mich stark an das maschinengestickte Design erinnert bei dem ich mich hatte täuschen lassen und dachte das sei frei gequiltet. Was wohl daran liegen mag, dass ich nicht so eine komfortable Nähmaschine habe, dafür lieber eine zusätzliche Midarmquiltmaschine.

Diese Woche beginnen wir mit #41 Sea Algea

Link zum Muster: http://freemotionquilting.blogspot.co.at/2009/09/day-41-sea-algae.html

Leah schreibt, dass sie wieder einmal durch die Aquarien ihres Mannes zu diesem Muster inspiriert wurde, wobei sie in ihrer Beschreibung eher die Form eines Fragezeichens als Grundlage für den Schwung verwendet.

Auch wenn Algen von unten nach oben wachsen wird das Muster in dem Fall von oben nach unten gearbeitet. Eine geschwungene Linie, mit hin und wieder den größeren Bögen, die einem Fragezeichen ähneln. Ich habe diese beim Zeichnen mal nach rechts und mal nach links getestet und kann mich nicht so recht entscheiden, was mir mehr liegt. Da ich aber im Moment nicht zu Hause bin, kann ich das an der Maschine frühestens am Montagabend oder am Dienstag ausprobieren. Generell merke ich, dass mir die Muster mit Nadel und Faden leichter gelingen als beim Zeichnen. Da hindert mich meine aufliegende Hand an den schönen Schwüngen und es wird oft abgehackt.

Hier ist schon mal die erste Alge fertig. Bei der zweiten seht ihr, erst das Fragezeichen …

 

 

 

… und wieder bis zur Hauptlinie zurück.

 

 

 

Dann weitere Fragezeichen – hier könnt ihr gut die doppelt gequilteten Teile sehen – und auf dem Rückweg alles mit kleineren Algenästen auffüllen.

 

Dann alles drehen und die Algen wachsen nach oben.

 

Jetzt kommt das Muster, das ich angeregt durch den Beitrag ausgesucht habe #42 Sea Oats

Link zum Muster: http://freemotionquilting.blogspot.co.at/2009/09/day-42-sea-oats.html

Dieses Muster baut auf das vorhergehende auf. Nur dass an den Enden kleine Schlaufen gequiltet werden, von daher kann ich dazu gar nicht mehr schreiben.

Sea Oates funktioniert genauso, wie die Algen. Ich fand sogar dass es einfacher, da man am Ende gleich den Schwung mitnehmen konnte und nicht stoppen und wenden musste.

Und auch hier wieder wenden – und die Pflanze wächst von unten nach oben.Ausgehend von der Überlegung , wie wir die Muster den sinnvoll einsetzen, könnte ich mir diese beiden z.B. bei einem Quilt mit Fischen als Hintergrund sehr gut vorstellen.

Und da wir uns heute im Meer befinden gehören noch ein paar Muscheln dazu #49 Mussel Shell

Link zum Muster: http://freemotionquilting.blogspot.co.at/2009/10/day-49-mussel-shell.html

Wenn man es genau nimmt, dann ist dies eine Variation eines PaisleyMusters (das wir noch nicht geübt haben). Aber mich erinnert es immer an Miesmuscheln, von daher finde ich den Namen schon passend. Und genau so stelle ich mir den Aufbau des Musters auch vor. Habt ihr schon mal Miesmuscheln frisch aus dem Meer gesehen, wenn diese so als Haufen zusammen hängen?

Das Muster beginnt in einer Ecke mit einem kleinen Bogen. Drum herum eine Echolinie, die in der Nähe des Anfangspunktes in er schon vorhandenen Quiltlinie verläuft. Und genau in der Art noch ein paar mehr Echolinien und die erste Muschel ist fertig. Für die nächste einfach ein Stück weiter an der äußeren Linie entlang einen neuen kleinen Bogen beginnen und Echolinien drum herum. Und wenn man auf eine andere Muschel trifft, dann wird deren äußere Linie zum Weiterkommen verwerdwendt. Genauso macht man es auch, wenn man sich wirklich mit dem Muster in einer Ecke alles verbaut hat. Auf der äußeren Linie der nächsten Muschel entlang, bis man einen neuen Startpunkt hat.

Und hier die Erklärungen mit Bildern ….

Ich fange in einer Ecke mit einer länglichen Träne und ein paar Echolinien an …

 

 

 

… und setzte das bis zum Ende der Fläche fort.

 

 

 

Dann die Fläche ein wenig drehen und in eine neue Richtung eine neue Träne beginnen.

Mit hilft es, wenn die Tränen auf mich zu zeigen, dann sehe ich besser, wo ich quilte.

Hier oben in der Ecke habe ich das Muster einfach sinnvoll mit Ausnutzung der Ränder ergänzt, da für ganze Echolinien kein Platz mehr war.

 

Ihr könnt auch auf dem äußeren Rand einer fertigen Muschel entlang quilten, um zu einem neuen Startpunkt zu gelangen. Oder einfach noch eine Echolinie dazu, wenn man auf der falschen Seite der Muschel ist. Das ist hier vollkommen egal.

Hier seht ihr, dass die Muschel unten links quasi hinter den anderen Muscheln liegt. Ich habe hier die Bögen sinnvoll ergänzt und den Rand der Muschel rechts zum Traveln genutzt.

 

Bilder gibt es wie immer bei Manon.

Quilting – #wirübenfreihandquilten – Woche 6

Woche 6 – Montag 19.02.2018

Mir macht es unheimlich Spaß im Buch von Leah Day zu blättern und mir Gedanken über die Muster der nächsten Woche zu machen. Dabei fallen mir dann Muster auf, die Ähnlichkeit miteinander haben und von denen ich denke, dass sie sich gut ergänzen. Umso interessanter ist es dann, wenn ich auf Leah Days Seite nachlese, dass sie tatsächlich so kombiniert hat, wie ich es mir beim Ansehen des Buches auch gedacht habe. So in dieser Woche …. diesmal sind es nicht nur ähnliche Muster mit kleinen Abweichungen, nein, es werden tatsächlich die ersten beiden Muster zu einem dritten kombiniert.

Wir beginnen mit #9 Cursive F‘s

Link zum Muster: http://freemotionquilting.blogspot.de/2009/08/day-9-henna-fooffy.html

Leah Day beschreibt im Text, dass sie durch HennaMuster hierzu inspiriert wurde. Für mich sieht es in der Horizontalen tatsächlich eher wie aneinander gereihte kleine f aus, wie wir sie früher in der Schule geübt haben.

Ich habe das Muster in ähnlicher Art schon ein paar Mal verwendet um Flächen zu füllen, wobei ich für mich festgestellt habe, dass ich es lieber von oben nach unten als von links nach rechts arbeite und gerne auch ein wenig variiere. Versucht es mal, die Bögen genau über/untereinander oder nebeneinander zu setzten.

Oder auch die Bögen auf Lücke. Es bleibt im Prinzip das gleiche Muster, aber es wirkt doch ganz anders. Und wenn es in der Horizontalen nicht klappt, dreht euer Musterstück um 90° und schaut mal, ob es dann von oben nach unten besser klappt.

Bei der dritten Reihe habe ich versucht die Breite des Musters zu variieren.

Probiert es aus und ihr werdet sehen, dass das Muster unheimliches Potential hat.

Weiter geht es mit #120 Bubble Wand

Link zum Muster: http://freemotionquilting.blogspot.de/2010/01/day-120-bubble-wand.html

 Ideen zu Mustern finden sich überall. Bubble Wand entstand, weil Leah Day die aufsteigenden Luftblasen im Aquarium ihres Mannes sah. Entsprechend müsst ihr euch auch die Umsetzung vorstellen.

Beginnt mir einer leicht geschwungenen Linie (einer Alge, einem Gras etc.), verwendet diese zum Traveln und setzt die Luftblasen an der äußeren Seite an. Auf dem Bild habe ich gleich noch links den einen Teil einer weiteren Ranke ergänzt, da die Fläche zu frei war.

Eine weitere parallele Linie …

… bei der ihr auf dem Bild oben sehen könnt, dass ich den Rand meines Nähfußes als Hilfe für die Echolinie verwende. In dem Fall sind es genau 1/4 Inch zwischen dem äußeren Rand und der Nadel.

Und wieder Blasen am äußeren Rand, schon steigen die Blasen im Aquarium auf.

Wenn ihr beide Muster kombiniert wird daraus #142 Complex Path

Link zum Muster: http://freemotionquilting.blogspot.de/2010/03/day-142-complex-path.html

Erst werden die beiden Linien mit den Blasen gequiltet, wobei zwischen den Linien wesentlich mehr Platz bleibt.

Dann wird die Lücke mit den Cursive f’s gefüllt.

Eine weitere Ranke mit Blasen und Kurven ergänzt (ich habe hier dann das Sandwich gedreht, damit ich die Kurven wieder von oben nach unten arbeiten kann) …

… und schon ist eine tolle Kombination entstanden.

Manon zeigt Euch auch diese Woche wieder, wie ihr die Muster gelungen sind.

Quilting – #wirübenfreihandquilten – meine Übungsstücke zur 4. Woche

Heute möchte ich gerne noch meine Übungsstücke zur aktuellen Wochenaufgabe nachreichen. Vor lauter Zeichnungen am Zeichenbrett und Fotografieren derselben hatte ich mir vorgenommen das Quilting genau so zu machen. Aber, ich habe die ganze Woche über Ausreden gefunden, warum ich das nicht kann/mache/versuche … ich mag dann doch freier quilten. Von daher habe ich mich heute früh kurz entschieden, die Muster JA, aber so wie sie im Fluß nach dem Prinzip des Musters entstehen, aber nicht 1:1 wie meine Zeichnungen. Und siehe da … es ging fast von alleine und ich bin mit den Ergebnissen zufrieden.

Etch n‘ Sketcht gefällt mir gut und lies sich auch schön quilten

 

 

 

 

 

Bei Striated Earth sind mir die Spitzen nicht ganz so gut gelungen, wie ich es gedacht hatte, aber egal, es gefällt mir trotzdem.

 

Quilting – #wirübenfreihandquilten – Woche 4

Woche 4 – Montag 05.02.2018

Wie wir in der FB-Gruppe #nähensitmeinyoga festgestellt haben liegt nicht jedem jedes Muster. Das ist aber auch ok sein. Meine Muster sind Vorschläge, die versuchen aufeinander aufzubauen. Aber es ist wie mit Allem … der eine mag Süß, der andere mag Sauer … und so auch hier, der eine mag Spitzen und der andere Rundungen. Nehmt das Muster das euch gefällt und übt es so oft bis es funktioniert.

Ich stelle immer wieder fest, dass mir der Aufbau auf Papier, oder eben meiner Zeichentafel, irgendwann klar ist, das Muster aber doch eckig wirkt. Erst an der Maschine kommt dann der Fluß rein. Ich denke mal es liegt daran, dass ich beim Zeichnen die Hand auf der Unterlage liegen habe und meine Schwünge damit selbst ein wenig ausbremse. Mit der Maschine habe ich da mehr Bewegungsspielraum. Man muss sich nur den Platz an der Maschine schaffen. Mit unseren kleinen Übungsstücken ist das recht unproblematisch. Für größere Quilts schiebt man alles andere an den Rand und bekommt so rund um die Nadel eine ebene Auflagefläche, die man dann gut quilten kann.

Auch kam in unserer FB-Gruppe der Wunsch nach mehr Entstehungsbildern auf … und nicht nur das fertige Design. Von daher werde ich nun ein paar mehr Bilder bei der Entstehung der Muster machen. Ob als Zeichnung oder beim Quilten, das muss ich selbst noch testen.

Diese Woche habe ich zwei Muster rausgesucht, die von der Idee her gleich sind, eines hat Spitzen, das andere Rundungen. Der Aufbau und die Verteilung im Block sind jedoch gleich. Also vielleicht findet ja diese Woche jeder seinen Favoriten.

Das erstes Muster in dieser Woche ist #2 Etch n‘ Sketch

Link zum Muster: http://freemotionquilting.blogspot.de/2009/08/day-2-etch-n-sketch.html

Das zweite Muster in dieser Woche ist #23 Striated Earth

Link zum Muster: http://freemotionquilting.blogspot.de/2009/09/day-23-striated-earth.html

Da beide Muster gleich aufgebaut sind, kommt nur eine schriftliche Erklärung von meiner Seite dazu, aber eben ein paar mehr Bilder. Meine Fotostrecke habe ich während des Zeichnens aufgenommen und euch gleich beide Muster nebeneinander mit (fast) gleichen Linienführungen gezeichnet, so dass ihr die Entstehung und die unterschiedliche Wirkung direkt sehen könnt.

Begonnen habe ich oben links, nahe der Ecke und habe mich erste einmal am ersten Schwung geübt, Traveling in der Außennaht und dann ein neu angesetzter Schwung mit mehreren Wendungen bis zum unteren Ende meiner Fläche (1).

 

Dann bin ich in der unteren Außennaht nach links gegangen und habe dort den Bereich mit passenden Schwüngen ausgefüllt (2).

 

 

Traveling unten nach rechts und wieder eine Linie mit Wendungen bis zur oberen Außennaht (3).

 

 

 

Traveling nach links und den Bereich daneben ausgefüllt. Dabei habe ich noch eine weitere Wendung eingebaut (4),

 

 

bevor ich dann die beiden fehlenden Stellen (5)

 

 

 

und (6) ausgefüllt habe. Um an die Ausgangspunkte zu gelangen verwende ich immer wieder die Außennaht für die TravelingStitches.

 

 

Genau so geht es dann mit der restlichen Fläche weiter. Traveling auf der Außennaht, Linie mit Richtungswechsel bis zur nächsten Außenlinie (7),

 

 

Traveling, Auffüllen der Lücken (8)

 

 

 

und (9) … und fertig sind die Muster #2 und #23.

 

 

 

Ich hoffe, einigen sind nun der Aufbau des Musters und die Wege klar, die ich mit der Naht gehe. Ziel ist es, den Faden so wenig wie möglich abzusetzen. Hier verwenden wir die Außennaht um unsere Übungsfläche dafür. In einem Quilt könnten das z.B. die die Naht rund um die Flächen eines Blocks sein. Einfach erst im Nahtschatten die Konturen des Blocks hervorheben und dann die Flächen mit einem Quiltmuster füllen.

Und wie immer, hier geht es zu Manons Beitrag.

Quilting – #wirübenfreihandquilten – Woche 3

Woche 3 – Montag 29.01.2018

Nachdem wir die letzten beiden Wochen mit den Flammen und den spitzen, klar definierten Wendepunkten verbracht haben, wagen wir uns heute mal an Rundungen.

Unser erstes Muster in dieser Woche ist #10 Sashiko Shell

Link zum Muster: http://freemotionquilting.blogspot.co.at/2009/08/day-10-sashiko-shell.html

Auch zu diesem Muster hat Leah Day wieder zwei verschiedene Videos aufgezeichnet. Das eine, der Link von oben, 2008 im Rahmen ihrer 365-Tage-Challenge, das andere 2015 als Quiltdesign für einen Quiltalong, den sie damals organisiert hat. Dieses könnt ihr hier finden: https://www.youtube.com/watch?v=_I7C6ykzpvk

Ich finde das zweite Video besser gelungen. Hier könnt ihr sehen, dass Leah sich eine Kreidelinie gezogen hat, um die Höhe der Bögen (Shells) in der ersten Quiltreihe möglichst gleichmäßig zu gestalten. Auch den Punkt, an dem die Bögen die Grundlinie treffen hat sie sich mit dem Kreidestrich markiert. Genauso verfährt sie mit den weiteren Bogenreihen.

Auch hier gilt: Vom Startpunkt des Bogens aus – macht euch klar wohin ihr wollt und näht den Bogen in einem Schwung. Am Ende des Bogens dürft ihr dann gerne verweilen, neu die Gedanken sammeln und den nächsten Bogen nähen. Seid ihr am Rand geht es mit den schon bekannten TravellingStitches bis zum Beginn des nächsten (Halb-)Bogens und immer so weiter.

Unser zweites Muster in dieser Woche ist #7 Echo Rainbow

Link zum Muster: http://freemotionquilting.blogspot.co.at/2009/08/day-7-echo-rainbow.html

 Auf den ersten Blick erscheint dieses Muster dem Sashiko Shell sehr ähnlich, darum habe ich es auch ausgewählt. Auf den zweiten Blick sieht man, dass Leah das Muster von innen her aufbaut. Also erst den kleinen Bogen und dann immer größer werdende Echolinien drum herum, bis die gewünschte Größe erreicht ist.

Beim Zeichnen habe ich festgestellt, dass es mir einfacher fällt, das Muster von außen her aufzubauen. Also erst den größten Bogen wie bei den Sashiko Shells und dann immer kleiner werdende Echolinien nach innen. Von dort aus dann zum nächsten Außenbogen und so weiter.

Zu Anfang verwendet ihr die äußerer Randlinie für die TravellingStitches, in den folgenden Reihen wird der äußere Bogen der Regenbogenreihe darunter zum Bewegen im Muster verwendet.

Probiert es einfach für Euch aus, wie ihr am besten damit klar kommt. Ziel ist es, dass die Bögen möglichst gleich hoch sind und es die gleiche Anzahl an Echolinien gibt.

Unser drittes Muster in dieser Woche ist #6 Echo Shell

Link zum Muster: http://freemotionquilting.blogspot.co.at/2009/08/day-6-echo-shell.html

Auch dieses Muster passt zu den Sashiko Shells und dem Echo Rainbow, so dass es diese Woche drei Muster zum Üben gibt. Es sind wieder Echobögen, die hier zur Gestaltung des Musters verwendet werden und es wird der äußere Bogen der vorhandenen Echolinien zum Vorankommen im Muster verwendet. Ähnlich, wie ihr das schon bei dem Echo Rainbow geübt habt, jedoch seid ihr hier freier in der Anordnung und Gestaltung der Bögen und Echos. Es wird mit dem inneren Bogen begonnen und dann quiltet ihr so viele Echolinien, wie es für euch gerade passt, wandert zu einem neuen Ausgangspunkt und startet eine neue Shell. Und das so lange, bis die Fläche gefüllt ist.

Wie ihr sehen könnt sind bei mir manchmal nur Echowellen und keine Shells zu sehen. Aber das schadet dem Muster nicht und ich akzeptiere, dass es nicht 100% so ist wie bei Leah Day. Wichtig ist, dass es für mich ok ist.

Bei Manon könnt ihr nachlesen, wie es ihr mit diesen Mustern gegangen ist und wo es für sie Probleme gibt. Manon kennt die aktuellen Muster immer schon eine paar Tage vorher und kann üben, damit wir unsere Beiträge aufeinander abstimmen können.

 

Quilting – #wirübenfreihandquilten – Nachtrag meiner Übungsstücke

Nachdem ich seit dieser Woche wieder zu Hause bin hatte ich auch Gelegenheit meine Übungsstücke zu unserem Projekt anzufertigen. Ich habe sie der Vollständigkeite halber in den beiden Beiträgen nachgetragen, zeige sie euch aber auch gleich hier noch einmal.

Shadow Waves

Gentle Flames

Desert Sand

Fern and Stem

Quilting – #wirübenfreihandquilten – mein neues Spielzeug

Zum Üben der Muster für das FMQ habe ich mir ein neues Spielzeug gegönnt.

Kennt Ihr noch die Zaubertafeln aus unserer Kindheit? Damals noch aus Folie mit einem Metallstab dazwischen, der das „Gemälde“ wieder gelöscht hat. Bei meinen Kindern war das schon ein Kunstsoffrahmen – eigentlich weiß ich so genau gar nicht,  mit was der gefüllt war – in dem magnetisch gezeichnet wurde.

Ich hatte letztes Jahr schon mal nach so etwas geschaut, aber nur die Zaubertafeln meiner Kinder gefunden. Die vergangenen Tage nun sind mir beim Versandriesen diese LCD-Schreibtafeln begegnet und ich habe mir gleich eine bestellt, die heute geliefert wurde. Und ich muss sagen, das funktioniert gut. Zeichnen mit dem dazugehörenden Stylus, gelöscht wird auf Knopfdruck und das ganze ist mit einer Batterie ausgerüstet.