Sticken – Ich habe wieder damit begonnen

Ja, Ihr habt richtig gelesen – ich sticke wieder.

Angeregt durch einen Post bei Birgid habe ich schnell mal „hier“ geschrieen und sie hat mir ihr Freundschaftstuch zum Weitersticken geschickt.

Heute endich habe ich mir die Zeit genommen, es zur Hand zu nehmen und die ersten Stickstiche seit vielen Jahren zu tun. Fazit: es macht immer noch viel Spaß, aber wie ich schon befürchtet habe, brauche ich wohl über kurz oder lang eine Lese-Näh-Stickbrille. Oder ich brauche längere Arme – das wäre dann die andere Alternative. Aber um Glück geht es gerade noch.

Ich war so frei und habe das Bild gerade mal von Birgids Blog hierher geholt 😉

Im Moment bin ich dabei die freien Bereiche zwischen den Buchstaben mit kleinen Mustern zu füllen. Für den Anfang genau das richtige um wieder reinzufinden. Mal sehen, welche Lücken ich mir dann als nächstes suche. Ein Bild meiner Stickereien gibt es dann später als Vergleich.

Blumensterne 19-23

Wie versprochen hier die nächsten Blumensterne.

Lieseln geht mit ramponiertem Finger doch wesentlich leichter als stricken. Auch wenn ich zugeben muss, dass ich das bei Lampenschummerlicht schon nicht so einfach finde. Besonders das Einfädeln der Fäden. Also werde ich nun tagsüber Lieseln und Abends stricken.

Und dann bin ich mir noch nicht ganz einig, ob ich nun Blüte aus einem Stoff – wie unten in der Mitte – oder zweifarbige Blüten arbeiten soll. Bei den bisherigen war das immer so, dass ich nicht genug Rest für sechs Blütenblätter hatte. Hier nun bei den Blauen ist mir das zweite gemusterte Stoffstück erst in die Finger geraten, nachdem der erste Stern genäht war. Und bei den rosanen unten war ich sicher sechs Blüten pro Farbe zu haben. Bis der Sturm aufkam und es nur noch fünf pro Farbe waren. Also habe ich mich wieder für zweifarbige Blüten entschieden. Und wie es dann so kam, am nächsten Tag fand Tochterkind im Vorgarten doch meine zwei fehlenden Blütenblätter. Frisch gewaschen vom nächtlichen Regen und getrocknet von der Sonne. Also gab es doch noch einen weiteren Blütenstern.

Die nächsten nun werden aber erst mal nur aus einem Stoff. Zumindest so lange die Stoffreste groß genug sind.

Socken 2012-09

Und weil wir gerade beim Stricken sind, hier noch die neuesten (Reste-)Socken für mich.

Aus der gemusterten Wolle hatte ich vor zwei Jahren mal Stulpen gestrickt und musste feststellen, dass der Rest nicht mehr für Socken reicht. Oder nur ganz knapp und das Risiko wollte ich nicht eingehen. Daher lag der Knäul in der Ecke bis er eben den guten Vorsätzen zum Aufbrauchen angefangener Käul zum Opfer fiel.

Also habe ich aus den Beständen noch ein unifarbenes kräftig lila Knäul gefischt und in Spiraltechnik gestrickt. Tja und nun hat Frau ein weiteres Paar schicker Socken – was bei den derzeitigen Temperaturen gar nicht so verkehrt ist.

Und besonders wenn ich bedenke, dass ich ja im letzten Winter einige Socken mit meinen superwarmen Walkhausschuhe kaputt gescheuert habe. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass alleine in einem Winter bei Lisa und mir 7 oder 8 Paar Socken einfach an den Ballen durchgescheuert sind. Wir hatten uns beide das erste mal seit langem richtig warme Hausschuhe gegönnt. Und nun bin ich am Sockenschubladenwiederauffüllen.

Das nächste Paar, diesmal für Lisa, ist schon angefangen, auch wenn mir das Stricken im Moment noch etwas schwer fällt. Habe ich mir doch vor drei Wochen bei meiner Ju-Jutsu-Prüfung den kleinen Finger der rechten Hand etwas dabbisch verbogen und nun immer noch ein dickes Gelenk. Normalerweise merke ich es nicht so sehr, außer wenn eine Belastung drauf kommt. Und ihr werdet es nicht glauben, aber die leichte Beugung des kleinen Fingers beim Fassen der Stricknadel, die ja nun wirklich nicht schwer ist, reicht schon aus, dass ich im Moment nicht so lange am Stück stricken kann, wie ich es gewohnt bin.

Aber zum Glück geht nähen, so dass es bald wieder ein paar Blumensterne zu sehen gibt. Man muss in allem eben das Positive sehen.

Frühchenstrickerei

Wollreste verarbeite ich ja schon einige Zeit zu Frühchensöckchen und -Mützchen und habe diese hin und wieder im Klinikum in Hanau abgegeben. Doch dann bekam ich den Hinweis, dass dort genug Stricksachen sind und so habe ich meine zu Hause gesammelt.

Im Januar 2011 begann ich ja ganz konsequent jeden Sockenwollknäul bis zum Ende zu verarbeiten, bevor ein neuer angebrochen werden durfte. Bzw. ich habe Restknäule die noch im Korb schlummerten verarbeitet. Und bei dem guten Vorsatz bin ich bis heute geblieben. Die größeren Reste werde eben zu Frühchensets, die kleineren, die dann noch übrig sind, wandern in den Korb der Strickpatchdecke, die sich ja auch langsam dem Ende nähert.

Gestern nun habe ich die Gelegenheit ergriffen und meine gesammelten Frühchenstrickereien an Sigrun übergeben, die sie mit in die Klinik in Linz nimmt. Ich weiß, das ist Österreich, aber dort ist immer noch reichlich  Bedarf, während es in Deutschland doch noch genug Strickerinnen gibt, bzw. ja auch ein meiner Meinung nach unnötiger Belieferungskampf für Kliniken existiert. Also warum nicht Stricksachen in unser Nachbarland exportieren.

Und weil ich selbst überwältigt war von der Menge, die da so nebenbei entstanden ist hier ein paar Eindrücke für Euch:

Insgesamt sind es 11x nur Söckchen und 31x Mützchen mit passenden Söckchen geworden, die nun bald die Kleinsten wärmen dürfen.