Morsbag 17-20

Nachdem ich ein paar kleine Mitbringsel brauchte – und sich meine eigenen Einkaufstaschen auch ständig wo anders befinden – habe ich mir mal wieder die Zeit für Morsbags genommen. Die deutsche Anleitung gibt es übrigens hier.

Auch diesmal ist es wieder eine Bettwäsche vom Schweden, die Tochterkind und ich schon im Sommer kauften. Was uns nicht aufgefallen war ist, dass die Rückseite unifarben weiß war. Aber naja, dann haben die Morsbags nun auch eine bunte und eine weiße Seite. Und die Henkel sind dann grad vertauscht, damit es ein wenig witziger wird.

Die Tasche mit den Blumen war mal der Kopfkissenbezug, der Rest ist dann aus dem Deckenteil.

Utensilienmappe …

… für Stifte und Skizzenbuch sind diesmal bei mir fertig geworden.

Wie immer kommen manche Tage einfach fürchterlich schnell und viel zu überraschend. So auch der 18. Geburtstag von Sohnemanns Freundin. Ich verstehe das immer nicht *schüttelmitdemkopf*

Naja, auf jeden Fall habe ich am Samstag Nachmittag mit einer einfachen Streifenhülle begonnen und während der Anfertigung derselben haben sich die Ideen zur Ausarbeitung überschlagen und so fand ich einfach nur Streifen zu langweilig.

Wie gut, dass ich noch gut abgelagertes Perlgarn in passender Farbe in der Schublade gefunden habe, denn jetzt wurden die Nähte erst mal mit Zierstichen aufgepeppt.

Der Hexenstich fiel mir sofort ein, weitere habe ich dann erst mal ergoogelt.

Das hat mich dann natürlich den ganzen Samstag aufgehalten und ich sah schon, dass ich in Zeitnot geriet. Aber einfach fleißig weiter genäht, es half ja nix.

Die nächste Hürde war dann das Innenleben. Weil Skizzenbuch und Stifte einfach so „reinschmeißen“ das kann ja jeder. Also sollten es Halterungen für die Stifte sein. Aus Reststreifen der Außenstoffe war der breite Streifen auch schnell zusammengefügt. Aber die einzelnen Stiftfächer haben dann doch wieder wesentlich länger aufgehalten, als Frau das so dachte.

Aber irgendwann war auch das geschafft – und es blieb noch ein Fach für Spitzer, Radiergummi o.ä. übrig. Zu guter Letzt noch das Skizzenbuch dazugepack, …

… dann war es geschafft …

… und ich konnte mit doch nur 1,5 Stunden Verspätung Sohnemann bei seiner Freundin einsammeln und ihr das Geschenk überreichen.

Gestern war ….

…. Taschennähkurs bei Machemer in Aschaffenburg mit Jutta Hellbach.

Es war das erste Mal, dass ich einen Patchwork-/Nähkurs besucht habe. Bisher habe ich nur nach schriftlichen Anleitungen oder eben aufgrund guter Tipps gearbeitet und dabei sicherlich auch den ein oder anderen vermeidbaren Fehler gemacht. Daher war es umso interessanter mal mit professioneller Anleitung zu Arbeiten.

Gelernt habe ich, dass ich das nächste Mal noch das ein oder andere Teil meiner Ausrüstung mit nehme, das nicht auf der Materialliste steht, aber das nur nebenbei. Und dann den ein oder anderen Kniff, welche Materialien sinnvoller als andere sind und wie man sich z.B. behelfen kann, wenn man zum Ledernähen eben nicht extra einen Teflonnähfuß kaufen möchte. Auch so banale Dinge, wie man mit einem Zickzackstich richtig einfasst. Das kommt davon, wenn man sonst die Overlock dafür verwendet und die Zickzackfunktion nur zur Deko verwendet.

Aber nun keine langen Reden mehr, Ihr wollt ja sicherlich Bilder sehen. Und hier ist sie nun – meine neue sommerfrische Tasche:

Da die Vorder- und die Rückseite unterschiedlich gestaltet sind, habe ich mal versucht das ganze vor dem Spiegel zu fotografieren, damit Ihr gleich mal einen Gesamteindruck habt.

Das Tolle an dieser Taschengestaltung ist, dass sie zwei dekorative Seiten hat, die eine unterschiedliche Farbwirkung haben. Hier nun einmal die – bevorzugte – kontrastreichere Variante:

Und da man die oberen Ecken mit den Fransen einfach umklappen kann/muss, um die Tasche zu schließen, geht das natürlich auch in die andere Richtung und schon kommt der hellere Streifenstoff neben dem Mittelstoff zur Geltung:

Ein Innenleben gibt es natürlich auch, wer hätte das gedacht. Damit die Tasche oben nicht aufsteht gibt es einen Magnetverschluss. Und zusätzlich noch eine Innentasche, deren Zwischennähte ich auf die Dinge abgestimmt habe, die in meiner Tasche immer dabei sind. Kamera, Handy, Stift und Kalender haben nun dort ihren Platz, der Rest dann in der (fast) immer mitwandernden Kleinutensilientasche.

 Und die nächsten Tage werde ich dieses tolle Schmuckstück natürlich sofort ausführen.

Zum gestrigen Kurstag kann ich nur sagen, es war richtig klasse mal in einer Gruppe zu nähen, sich mit anderen auszutauschen und unter professioneller Anleitung etwas richtig Tolles zu gestalten. Und bis auf das Binding und das befestigen der Trageriemen habe ich auch alles gestern im Kurs geschafft. Zeit gekostet hat mich das Freihandquilten der Taschenseitenteile mit der Maschine. Als immer noch fast nur Handquilterin war das doch sehr ungewohnt und ich bin das ganze langsam angegangen.

Auf jeden Fall weiß ich, solch einen Kurs besuche ich gerne mal wieder. Und ich werde solch eine Tasche sicherlich noch mal nähen.

Der Alltag hat uns wieder ….

…. und für viel Kreativität habe ich im Moment keine Zeit. Aber einige Morsbags musste ich doch mal wieder nähen.

Weiter 4 sind entstanden aus dem Bettwäsche vom Schweden – nun ist sie aufgebraucht. Aber pst, ich habe mir neulich noch mal Nachschub geholt, weil ich die so witzig finde.

Mit diesen 4 MorsBags bin ich nun bei 15 Stück angekommen, die ich genäht und zum größten Teil auch schon unter die Leute gebracht habe. Und die sind doch wirklich viel schöner als die doofen mit irgendeinem Werbeaufdruck drauf, oder gar die Plastiktüten aus dem Supermarkt.

Vielleicht sollte man ja mal einen MorsBag-Tausch veranstalten. Damit Frau auch mal unterschiedliche Einkaufstaschen verwenden kann *grins*

Sandra und die Streifentasche

Gestern Abend nach dem Kinderlehrgang waren wir dann bei Sandra auf der Geburtstagsfeier geladen und die Streifentasche kam an die Frau.

Ich würde sagen „So sehen strahlende Geburtstagskinder aus“ und die Tasche ist richtig gut angekommen. Sandra hat sich gefreut, dass ich mich dran erinnert habe, dass ihr Christophs Quilt in Schwar-Weiß-Rot so gut gefallen hat. Daher ist auch die Farbwahl ein voller Erfolg.

Streifentasche

Auf der Suche nach einem nicht so aufwendig zu nähenden Geburtstagsgeschenk bin ich über die Tasche „Meeresbrise“ aus dem neuen Lena-Special-Heft Patchwork-Taschen gestolpert und habe gleich gestern Stoff dafür besorgt. Und ja Renate – falls Du das hier liest – ich bin wieder mal bei Schwarz-Weiß-Rot gelandet 🙂

Die Streifen werden direkt, wie beim Nähen auf Papier, auf ein entsprechend großes Stück Thermolam aufgenäht. Dadurch hat die Tasche gleich eine entsprechende Stabilität. Das Innenleben habe ich ganz sparsam gehalten, lediglich ein Band mit Karabiner für den Schlüssel hat die Tasche bekommen. Oben in der Mitte gibt es noch einen Magnetknopf, so dass sie nicht ganz offen steht. Die Trageriemen habe ich etwas länger als in der Anleitung gestaltet, denn mir gefällt es immer besser, wenn man eine Tasche auch mal über die Schulter hängen kann und dann die Hände frei hat.

Die Streifenidee auf Thermolam hat mir so gut gefallen, dass ich erstmal noch aus den Resten ein, zwei oder drei MugRugs fertigen werde. Und als Tischset könnte ich mir das übrigens auch gut vorstellen.

Schön verrückt geht weiter

Stoff genug gibt die Bettwäsche aus dem schwedischen Kaufhaus ja her. Und die erste Tasche bin ich doch gleich an meine Mama losgeworden, die übrigens die Idee klasse findet, darin Geschenke zu verpacken und somit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen.

Also habe ich gestern noch eine Sonderschicht eingelegt und noch einig genäht. Somit bin ich nun bei elf Morsbags angekommen – aber noch ist vom Bettwäschestoff da ;-). Mindestens mal vier weitere Taschen wird es geben, aber nicht heute, da steht anderes an.

Übrigens habe ich hier mal zwei Taschen mit längeren Trageriemen genäht. Da waren gerade noch Streifen übrig in der Länge. Und bevor ich was abschneide und dann die Reste doch nicht verwende, sind dann lange Riemen für über die Schulter draus geworden.

Schön verrückt, oder …?

Da habe ich nicht genug Stoff für Morsbags und bringe mir doch vom Schweden um die Ecke eine günstige Bettwäsche mit. Nur um sie zu zerschneiden und einer neuen Verwendung zuzuführen.

Die anderen vier sind schon bis auf eine weg gegeben – und einen gewissen Vorrat wollte ich doch haben. Aber noch ist genug von dem schönen bunten Stoff da. Auch wenn Lisa und ich der Meinung sind, dass uns das als Bettwäsche echt zu grob wäre. Aber bei dem Preis kein Wunder.

Stoff statt Plastik – oder auch „Morsbag“

Neu ist die Idee ja nicht, wenn man mal an den Slogan „Jute statt Plastik“ aus den 80ern denkt. Jedoch neu aufgegriffen und in Stoff umgesetzt. Mehr zur Aktion „Morsbag“ kann man dirket hier nachlesen. Auch die Nähanleitung ist dort zu finden.

Anstoß für mich war an diesem WE ein Beitrag von Roswitha, obwohl ich schon vor einiger Zeit mal auf den Link gestoßen bin. Na auf jeden Fall, lange Rede kurzer Sinn, ich hatte eh da noch Stoff aus dem schwedischen Möbelhaus hier liegen, den ich mir in einem Anflug von „Ich brauche unbedingt Stoff“ gekauft hatte, ohne dass er so richtig quilttauglich ist. Aber nun denke ich, hat er seine Verwendung gefunden als Stofftasche.

Und da die Taschen so einfach zu nähen sind und ich genügend Stoff hatte sind es gleich vier Stück geworden – und es werden bestimmt nicht die letzten sein.

Da ich keinen Tintenstrahlddrucker zur Verfügung habe, war es nix mit Label ausdrucken, so dass ich wenigstens mein kleines Handmade-Label in der Seitennaht untergebracht habe.

Wir verschenken etwas Selbstgemachts

So klang das gestern früh. In der Übersetzung heißt das dann, Mama macht etwas selbst, Tochter verschenkt das ganze dann selbst. Man nennt das wohl auch Arbeitsteilung.

Na, auf jeden Fall habe ich gestern Früh im Internet gestöbert, in verschiedenen Heften geblättert und dann doch alles dem Zufall überlassen.

Die Farben waren mir klar: die Reste der schwarz verwaschenen Jeans der Kinder – ja, die hat tatsächlich ihr Geld verdient, denn beide haben sie getragen, bevor ich sie aussortiert haben – sowie wasserblau-türkisfarbene Reste von veschiedenen anderen Projekten. Glaubte ich mich doch dunkel daran zu erinnern, das Geburtstagskind neulich mit einer Jacke in diesen Farben gesehen zu haben. Die Größe ist so ausgelegt, dass z.B. DIN A4-Hefte dort hineinpassen.

Während des Nähens der Klappe, die eigentlich ursprünglich als Vorderseite gedacht war, kam ich dann auf den Trichter, dass die Tasche eine Klappe braucht und ich ja die Patchworkseite verdecken würde. Also ganz schlichte Rückseite aus verschiedenen Stellen der Hosenbeine geschnitten. Genau wie die Seitenteile und der Boden der Tasche. Die Vorderseite ist nun ein Teil der Seitennaht. Und die rückseiteige Hosentasche samt Klappe habe ich fein säuberlich abgetrennt und neu an dieser Stelle befestigt. Danach kam ich dann auf die Idee die Klappe mit der Schräge zu arbeiten – sonst hätte man die Tasche ja gar nicht sehen können.

Das Innenleben ist unspektakulär – einfach nur Futterstoff, aus dem auch der Trageriemen gearbeitet ist, ohne zusätzliche Taschen. Schließlich musste ich ja die Uhr auch noch im Auge behalten. Tja, und das ist nun daraus geworden:

Von vorne …

… von hinten (da hab ich übrigens mein Label dann noch angebracht) …

… und am Model.Und sofort hat Tochterkind Bedarf angemeldet und will die Tasche eigentlich nicht mehr verschenken. Aber zum Glück gibt es noch einige alte Jeans aus denen sie sich nun eine ausgesucht hat, die ich die nächste Zeit zu einer Tochtertasche verarbeiten darf. Als hätte ich das nicht schon vorher gewusst :-))

Was mir an der ganzen Aktion gut gefällt ist, das meine Tochter eben nicht einfach loszieht und irgendeinen Kram kauft, den man sowieso nicht braucht, bzw. einfach einen Gutschein aus einem Geschäft besorgt. Das sieht für mich immer so wie Tauschgeschäft aus. Da ist es mir doch lieber, dass sie auf die Hobbies ihrer Mutter zurückgreift und wir etwas Individuelles schaffen und verschenken.