Quilten – Handquiltkurs bei Esther Miller

Im Januar hatte ich mich ganz spontan zu einem Handquiltkurs bei Esther Miller angemeldet – und nun war es endlich soweit. Von Donnerstag bis Samstag war in irgendwo südlich von Berlin, wo das Land hauptsächlich aus Gegend besteht und ganz wenig Menschen wohnen. Ich war erstaunt, dass das so nah an der Großstadt Berlin möglich ist. Der Weg mit öffentlichen Verkehrsmitteln dorthin ist nicht so einfach – und ich sage Euch eines, wenn ich noch mal zu einen Kurs hinfahren, dann bestimmt mit dem eigenen Auto. Ich liebe meine Unabhängigkeit und fühlte mich die drei Tage total eingeschränkt. Aber das nur als Bemerkung am Rande.

Traditionelles Handquilten – ich hatte eine vage Vorstellung davon, aber genaueres wusste ich nicht. Aber das ist auch ganz gut so, denn ich war offen für alles. Esther Miller ist ein ganz feiner Mensch, die es verstand uns (12 Teilnehmerinnen) mit viel Geduld an ihre Art des Handquiltens heranzuführen. Die von ihr verwendeten Werkzeuge (Fingerhüte und Nadelgleiter) sind genau für diese Art des Quiltens optimal geeignet.

Am ersten Tag bekamen wir alle das auf unsere Finger passende Werkzeug, eine Nadel und einen Platz am vorbereiteten Stangenquiltrahmen

Dort waren die zu quiltenden Muster schon aufgezeichnet und wir durften erst einmal nur mit der Nadel, dem Fingerhut und dem Nadelgleiter die richtige Handhabung üben. So nach und nach bekam dann jede von uns auch einen Faden – weißer Faden für weißen Stoff – und es wurde Ernst. Anhand der vorgegebenen Linien im Muster erarbeiteten wir uns nun das Quilten in jede Richtung, denn das war es, was mich an der Beschreibung des Kurses interessiert hatte. Dreht und wende ich doch meine Quilts immer auf dem Esstisch herum und kämpfe damit, wie ich den Stoff am geschicktesten anpacke.

Nach zwei intensiven Quilttagen schaut mein Musterstück nun so aus:

Alles in Allem war es ein toller Kurs mit vielen neuen Erfahrungen, netten Gesprächen und interessanten Menschen. Ich möchte dies nicht missen.

Und ja Silvia, Du darfst mich nun schlagen, aber ich war am Montag gleich shoppen – und habe nun einen neuen Arbeitsplatz im Wintergarten:

Zwei Holzböcke (Tischunterkonsturktionen) vom Schweden, Holzlatten, Schraubzwingen, Halteklammern und dickes Gummiseil aus dem Baumarkt – und eine Tochter die mir beim Zusammenbau geholfen hat. Und schon war meine Version des Stangenquiltrahmens fertig.

Dann noch ein wenig Pflanzen umdekorieren und nun schaut es so aus. Ist das nicht ein herrlicher Blick im Moment beim Arbeiten?

3 Gedanken zu „Quilten – Handquiltkurs bei Esther Miller“

  1. Hallo Claudia, schön dass dir der Kurs gefallen hat. Und ja, ich hab so richtig laut aufgelacht, als ich den Rahmen jetzt in deinem Wohnzimmer entdeckte – hab ichs nicht gesagt, dass du dann gleich so ein Dingsbums brauchst (Stangenrahmen). Wobei deine Version, die lässt sich ja wahrscheinlich auch herrlich rasch auf- und abbauen…
    Die Gegend kenne ich nur zu gut, da hat unser Kind ein Dreivierteljahr geforscht ;-D Fuchs und Hase, und sonst nix…. weit und breit 🙁 Totes Land im Osten…
    Da wäre ich nie und nimmer ohne Auto hingefahren….
    Bin gespannt, was du uns jetzt da dann für tolle Arbeiten zeigst.
    lg silvia

  2. Ja Silvia, ich musste da auch sofort an Deine anfängliche Bemerkung zu dem Thema denken.

    Aber weißt Du was? Das ist ja eine Tischunterkonstruktion vom Schweden, sprich noch eine Platte dazu und wir haben einen zusätzlichen Tisch – für viele Gäste, Buffet oder ähnliches.

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